Bretagne

Von Mont-Saint-Michel über St-Malo, Cap Fréhel, St-Brieuc, Paimpol, Brest, Pointe du Raz, Concarneau und Carnac bis nach Bourgneuf en Retz.

Oktober 2021

Bretagne

Die Bretagne ist die nordwestlichste Region Frankreichs und eine hügelige Halbinsel, die in den Atlantik hineinragt. An der langen, zerklüfteten Küste finden sich zahlreiche Badeorte wie das schicke Dinar und das von Mauern umgebene Saint-Malo, das auf Felsen im Ärmelkanal erbaut wurde. Die Côte de Granit Rose (rosa Granitküste) ist für ihren ungewöhnlichen, rötlichen Sand und Felsen in der gleichen Farbe berühmt. Auch die zahlreichen prähistorischen Menhire – eine Art von Megalithen – der Bretagne sind berühmt.

Wie in der Normandie treffen wir auch hier in der Bretagne auf zahlreiche künstliche Bodenwellen um den Verkehr einzubremsen. Oft sind sie mit Tempo 30 Schildern angezeigt, wenn nicht, dann rumst es mächtig.

Ein schöner Küstenabschnitt mit breitem Sandstrand in der Nähe von Cancale.

Das Gezeitenkraftwerk La Rance ist ein 1966 gebautes Gezeitenkraftwerk in Damm-Bauweise an der Mündung des Flusses Rance zwischen Saint-Malo und La Richardais (bei Dinard) im Département Ille-et-Vilaine in der Bretagne. Das Kraftwerk bezieht den größeren Anteil seiner Energiegewinnung aus der Gezeitenströmung des Atlantiks, der an dieser Stelle einen Tidenhub von über acht Metern aufweist. Ein deutlich kleinerer Anteil seiner Leistung kommt aus der ablaufenden Strömung der Flussmündung. Das Kraftwerk speiste 1967 erstmals Strom ins Netz ein und war damit das erste kommerziell genutzte Gezeitenkraftwerk der Welt.

Das Gezeitenkraftwerk La Rance ist das älteste der Welt.

Auf dem Chateau du Val finden wir einen spitzenmäßigen Stellplatz. Jetzt in der Nachsaison stehen wir hier ganz alleine.

Morgenröte am Chateau.

Das Baumhaus finden wir auf dem weitläufigen Gelände des Chateaus. Es wird auch vermietet, doch wir bevorzugen unser Wohnmobil.

Der Leuchtturm am Cap Fréhel. Mit 103 m Höhe ist er einer der höchsten in Frankreich.

Impressionen vom Cap Fréhel.

Küstenabschnitt bei Paimpol.

Brücke über den Fluss „Le Trieux“.

Bei schönstem Wetter mit Temperaturen um 21 °C finden wir am 08.10.2021 an der Küste bei Trébeurden unseren heutigen Stellplatz.

Die Rosa Granitküste im Departement Côtes-d'Armor, zwischen den Badeorten Trébeurden und Perros-Guirec, verdankt ihren Namen den riesigen Granitblöcken, die entlang der Küste aus dem Heideland ragen. Es ist das Reich der kleinen Buchten mit den weißen Sandstränden und dem türkisfarbenen Wasser, der wilden Landschaften und des Zöllnerwegs, den man zu Fuß nehmen kann, um den Charme dieser bemerkenswerten und geschützten Natur besser zu genießen. Weltweit weisen diese Besonderheit des rosa Granits, der aus einer Mischung der drei Minerale Glimmer, Feldspaten und Quarz besteht, drei Küstenregionen auf: China, die Insel Korsika und die Region Bretagne.

Rosa Granitküste am Strand von Perros-Guirec.

Baguette, täglich frisch ist die Leibspeise der Franzosen: inzwischen auch unsere. Zusammen mit den unterschiedlichsten Pasteten schmecken sie uns am besten.

Ein tolles Flugmanöver.

Dumpstationen, also Ver- und Entsorgungsstationen finden wir auf unserer Route genug. Meist sind sie deutlich ausgeschildert. Für das Frischwasser ist jedoch manchmal ein spezieller Adapter erforderlich, der selbst in unserem reichen Fundus nicht mitgeführt wird.

Hafen in Ploudalmézeau.

Durchfahrtverbotsschilder für Fahrzeuge über 3,5 t sind in Frankreich an der Tagesordnung. Meistens sehen wir darüber großzügig hinweg, hoffentlich auch die Polizei. Hier in Brest haben wir gar keine andere Wahl. Aber wenn Straßenbahnen die Brücke passieren, sollte sie für uns auch standhalten.

Brücke in Ploudalmézeau.

Heute befüllen wir unseren 56 l fassenden Unterflur-Gastank. Hier in Frankreich benötigen wir allerdings einen anderen Adapter (rechts), den wir einfach mit dem in Deutschland erforderlichen Adapter auf unserem Betankungsfilter wechseln.  

Typische Kirche in der Bretagne.

Die bretonische Sprache ist auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil der Bretagne-Kultur. Bretonisch ist immer noch lebendig in der Bretagne, auch wenn es immer weniger gesprochen wird. Diese Sprache ist eine Variante des Keltischen und eng mit dem Kornischen (Cornwall) und Walisischen (Wales) verwandt. Der Grund dafür ist, dass das Bretonische im 5. und 6. Jh. n.Chr. durch aus England neu eingewanderte christianisierte Kelten in der Bretagne verbreitet wurde. Wenn von den keltischen Wurzeln der bretonischen Kultur gesprochen wird, so weist das auf diese Zeit hin.

Ortseingangsschilder und Hinweisschilder sind in der Bretagne häufig zweisprachig.

Die Bretagne ist die westlichste Region des französischen Mutterlandes, weit ragt sie in den Atlantik hinein. Hier muss also auch irgendwo am Meer der westlichste Punkt Frankreichs liegen, das Ende der Welt. Zweifellos hat diesen Ruf die Pointe du Raz. Das bleibt auch sicherlich die gefühlte Wirklichkeit, wenn man dort hoch oben und ganz vorne beeindruckt gen Westen schaut. Natürlich sehen wir dann noch verschwommen im Meer die Insel Île de Sein. Schon in der Jungsteinzeit waren nachweislich Menschen dort, also weiter im Westen als der Besucher auf der Pointe du Raz. Aber einigen wir uns darauf, dass wir den westlichsten Punkt des Festlandes der Bretagne suchen - und bei Erfolg damit zugleich den westlichsten Punkt Frankreichs auf dem Festland finden.

Pointe du Raz  - Impressionen vom westlichsten Festlandspunkt Frankreichs.

Es ist der 10.10.2021 und wir genießen den herrlichen Sonnenuntergang am Plage de Saint Tugen - nur wenige Meter vom heutigen Stellplatz entfernt.

Morgendlicher Strandspaziergang am Plage de Saint Tugen.

Der Phare d’Eckmühl ist ein Leuchtturm auf der Pointe de Saint-Pierre in Penmarc’h im französischen Département Finistère. Der am 17. Oktober 1897 eingeweihte Phare d’Eckmühl ist mit einer Feuerträgerhöhe von 64,7 m und einer Feuerhöhe von 64,8 m einer der höchsten Leuchttürme in der Region.

Hafenpanorama in Penmarc´h.

Im von Hafen von Penmarc´h steht einer der meistbesuchten Bauwerke im Département Finistère.

Die 7000 Jahre alten Steinreihen von Carnac sind als Zeugnis der europäischen Vorgeschichte in der ganzen Welt bekannt. Das Besondere an den Megalithen von Carnac ist ihre unglaubliche Anordnung in gleichmäßig angelegten Reihen. Wir besichtigen bei tollem Wetter den weltweit größten megalithischen Komplex dieser Art. Allein die beiden wichtigsten Stätten, Ménec und Kermario, zählen etwa 3000 Menhire. Wozu all diese aufgerichteten und aneinandergereihten Steine? Es gibt zahlreiche Vermutungen, die als Erklärungsansatz für den Ursprung der Steinreihen dienen: religiöse Denkmäler, Mond- oder Sonnenkult, Kalender für den Ackerbau oder, der Legende nach, die Versteinerung der römischen Armee… Es bleibt ein ungelöstes Rätsel.

Tonnenschwere Steine - wie sie vor 7000 Jahren dahingekommen sind bleibt ein Rätsel.

Die Steinreihen von Carnac ziehen sich über fast 4 Kilometer.

Ein Feld voller Sonnenblumen in Carnac.

Am Abend finden wir einen ruhigen Stellplatz auf einem Bauernhof mit eigener Käserei. Hier kaufen wir am Morgen ganz frischen Käse und Butter direkt vom Erzeuger.

Piriac-sur-Mer ist eine kleine Gemeinde mit etwa 2.500 Einwohnern im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire und liegt direkt am Atlantik. 

In Piriac-sur-Mer besuchen wir den Wochenmarkt …

… und kaufen frisches Brot, Obst, Fisch und Sel de mer.

In dieser Gegend wir Meersalz gewonnen. In rieseigen Salzgärten verdunstet das Wasser und übrig bleibt das begehrte Sel de mer. Foto: Bernd Ruddat

Die Saint-Nazaire-Brücke führt über den Fluss Loire und ist als Schrägseilbrücke zwischen Saint-Nazaire und Saint-Brevin-les-Pins an der Westküste Frankreichs konstruiert. Die Brücke befindet sich an der Mündung der Loire in den Atlantischen Ozean. Die 1974 erbaute Brücke wurde am 18. Oktober 1975 für den Verkehr freigegeben und war damals die Schrägseilbrücke mit der weltweit größten Stützweite. Das Bauwerk ist Teil der Route départementale RD 213 („Route Bleue“) und wird als Straßenbrücke genutzt.

Wir überqueren auf der Saint-Nazaire-Brücke die Loire und verlassen damit die Bretagne.

Hiermit eröffnen wir eine neue Seite auf unserer Homepage: Südwest Frankreich.

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