3. Woche - 06.03. bis 11.03.2020 

Es geht zurück nach Mexiko City

Von Villahermosa über Veracruz und Poza Rica de Hidalgo bis nach Mexiko City.

Unsere 3. Woche in Mexiko starten wir in Villahermosa. Es ist die Hauptstadt des Bundessaates Tabasco und hat etwa 350.000 Einwohner. Die Stadt selbst ist unspektakulär und sehr verkehrsreich. Insgesamt nehmen wir den Eindruck mit, dass Mexiko sehr dicht besiedelt ist und ein hohes Verkehrsaufkommen hat. 

Blick aus dem Hotelfenster in Villahermosa.

Unterwegs sehen wir interessante Fahrzeuge mit kuriosen Beladungen.

Der Straßenverkauf von Obst, Getränken und Backwaren etc. ist in Mexiko üblich. Oft stehen die Verkäufer mitten auf der Straße um beide Fahrtrichtungen abzudecken.

Landschaften

Veracruz, umgangssprachlich auch Puerto de Veracruz, ist der wichtigste Atlantikhafen Mexikos am Golf von Mexiko mit 430.000 Einwohnern, die Jarochos genannt werden. Abends unternehmen wir eine Bustour durch die Stadt, mit seiner sehenswerten und gepflegten Altstadt. Die Stadt geht auf die älteste spanische Siedlung auf dem amerikanischen Festland zurück. 

Mit so einem Bus unternehmen wir in Veracruz eine abendliche City-Tour.

Bei Livemusik unter freiem Himmel tanzen abends in Veracruz am Palacio Municipal (rechtes Bild) die Paare.

Auch das ist ein VW-Bus.

Von Veracruz aus geht es an der Küste entlang ins 270 km entfernte Poza Rica de Hidalgo. Reich wurde die Stadt durch Erdölfunde. Das ist unser nördlichster Punkt unserer Reise. 

Auf der Fahrt nach Poza Rica de Hidalgo sehen wir Hinweisschilder für mögliche Evakuierungen, wie wir sie bereits aus den USA kennen. Auch hier treffen Hurrikans aufs Land. Derzeit liegt aber keine Unwetterwarnung vor.

Ebenso sehen wir große Bananenplantagen, die uns immer wieder begeistern. Die einzelnen Stauden sind hier in atmungsaktiven Säcken verhüllt.

Tiere

Häufig kommen wir an Zahlstellen auf den "D"-Straßen, das sind die mautpflichtigen Straßen. Es werden jedoch nie mehr als umgerechnet 4,00 Euro fällig, manchmal sogar nur 1,20 Euro. An den Zahlstellen, wo die Autos ohnehin anhalten müssen, sind die Straßenverkäufer ganz aktiv.

Die Zuckerrohr-, Bananen-, Ananas- und Orangenernte ist in vollem Gange. Es ist schon interessant so viele Orangen auf einem Haufen zu sehen.

Das ist sicherlich kein serienmäßger Mexiko-Käfer, sieht aber toll aus.

Der VW-Käfer wurde in Mexiko bis 2003 gebaut. Auf den Straßen sind noch sehr viele davon zu sehen.

Südlich von Poza Rica de Hidalgo liegt die Ausgrabungsstätte El Tajin. Diese Ruinenstadt an der Ostküste weist mehrere pyramidenförmige Stufentempel auf und war vermutlich vor 800 Jahren die Hauptstadt der Totonaken.

Die Ausgrabungsstätte El Tajin gehört mit seiner Nischenpyramide zum UNESCO Weltkulturerbe.

Heute fahren wir wieder ins Hochland. Es geht ins 2.250 m hoch gelegene Mexiko City. Hier wollen wir die letzten beiden Tage unserer Tour verbringen und uns noch einiges ansehen.

Auf dem Weg nach Mexiko City sind die Berge zum Teil wolkenverhangen, später wird es aber noch richtig schön.

Blumen und Pflanzen

Nun sind wir wieder an unserem Ausgangsort in Mexiko City angekommen. Die letzten beiden Tage wollen wir ganz entspannt angehen.

Bisher haben wir täglich das Hotel gewechselt. In Mexiko City bleiben wir 2 Tage im Hotel MX Lagunilla. Es ist ein schönes und modernes Hotel und liegt für unsere geplanten Stadttouren sehr zentral.

Bei unserem abendlichen Bummel durch die Altstadt werden wir gebührend begrüßt.

Bis spät in die Nacht ist es warm und wir genießen den Abend. Wir lassen ihn unweit unseres Hotels in einer kleinen typisch mexikanischen Kneipe ausklingen.

Heute ist Weltfrauentag. Überall finden in der Stadt Demonstrationen unter starkem Polizeiaufgebot statt. Mit Recht demonstrieren die Frauen für mehr Selbstbestimmung, Diskriminierung und Gewalt hier in Mexiko. Täglich werden 10 Frauen ermordet und selten geht man dem Verbrechen nach.

Wir sehen farbverschmierte Wände und Autos und demolierte Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge.

Es gibt aber auch friedliche Demonstrationen bei denen die Frauen ihre Stimme lautstark erheben und für ihre Rechte kämpfen.

Soeben bekommen wir von Lufthansa per E-Mail die Information, dass unser Flug von Frankfurt nach Hannover aufgrund der Corona-Vorkommnisse gecancelt wurde. Man hat uns aber bereits umgebucht. Es geht von Frankfurt über Zürich nach Hannover. Unsere neue Ankunftszeit in Hannover wird Mittwoch, der 11.03.2020 um 20:00 Uhr sein, also etwa 2 Stunden später als ursprünglich geplant. Das werden wir aber auch sicherlich überstehen.

Übrigens: Unsere SIM-Karte von AT&T mit 3 GB hat tatsächlich für drei Wochen gereicht und Netzabdeckung hatten wir auch fast überall, meist sogar LTE. Dazu ist jedoch zu berücksichtigen, dass ich diese Homepage abends aus den Hotels heraus über WiFi bearbeitet habe. Allerdings mussten wir zwei Tage vor Reiseende nochmals in einen AT&T-Shop. Denn wir hatten kein Netz mehr und es sah so aus, als ob die Karte aufgebraucht sei. Irgendwie haben vier "Fachleute" gleichzeitig an meinem Handy "rumgeschraubt" und dann ging es seltsamerweise wieder.

An unserem letzten Tag vor unserem Rückflug fahren wir etwas südlich des Centrums von Mexiko City zu den Wassergärten und lassen uns dort am Vormittag auf einem Flachboot durch die Kanäle des Weltkulturerbes staken.

Hunderte farbenprächtige Boote warten auf zahlungskräftige Touristen. Heute am Montag ist es jedoch recht ruhig.

Die Tour erinnert uns irgendwie an den Spreewald; nur, dass die Boote viel bunter und breiter sind.

Nachmittags geht es mit einem Bus kreuz und quer durch Mexiko City. Über einen deutschsprachigen Audio-Guide erfahren wir interessante Dinge über die Stadt. So zum Beispiel, dass die Metropolregion Mexiko City mit über 20 Mio. Menschen die zehntgrößte der Welt ist. Wir sehen auch, dass es sowohl das alte als auch moderne Mexiko City gibt. 

Das alte Mexiko City.

Hier in der Altstadt fallen uns Stromleitungen auf, die recht abenteuerlich aussehen.

Das moderne Mexiko City mit seinen bis zu 250 m hohen Gebäuden aus Beton, Stahl, Aluminium und Glas.

Das ist die Strecke die wir in der dritten Woche auf unserer Mexiko-Rundtour zurückgelegt haben und nun in Mexiko City beenden.

Damit endet nun fast unsere 3-wöchige Mexiko Tour. In der Zeit durften wir bei meist gutem Wetter viel erleben und sehen und dabei sehr freundliche Menschen kennenlernen. Mit der Sprache war es nicht immer einfach, aber der Google-Übersetzer hat gute Dienste getan. Nach 4.808 unfallfreien Kilometern geben wir nun unseren Leihwagen wieder zurück. Es geht zügig und unproblematisch. Ein Shuttleservice des Autoverleihers bringt uns zum nahegelegenen Flughafen.

Unsere Erfahrungen mit America car rental sind positiv. Der Fahrzeugzustand wird sowohl bei der Abholung als auch bei der Rückgabe peinlich genau dokumentiert.

Das ist letztendlich die gesamte Strecke die wir in den drei Wochen in Mexiko zurückgelegt haben.

Nun sitzen wir bereits am Flughafen (MEX) und warten auf die Abfertigung unseres Fluges LH 499 nach Frankfurt (FRA). Der planmäßige Start ist um 20:55 Uhr (Ortszeit). Dann ist es in Deutschland bereits Mittwochmorgen 3:55 Uhr

Gerade konnten wir unser Gepäck aufgeben und haben die Sicherheitskontrollen zügig und ohne Probleme passiert. Nun verweilen wir in der United Club-Lounge bis zum Abflug. Hier haben wir free WiFi, sodass ich die Homepage in Ruhe aktualisieren kann. Zusätzlich werden wir gut verpflegt und können es daher prima aushalten. Die Zeit nutze ich um mich im Internet über die aktuellen Ereignisse der letzten Zeit in Deutschland zu informieren. Von den Geschehnissen rund um den Coronavirus mit seinen dramatischen Folgen für die Menschen und die Wirtschaft bin ich sehr überrascht.

Hier in Mexiko gibt es aktuell lediglich sieben bestätige Coronafälle.

Nachtrag vom 01.08.2020:

Corona hat die Welt verändert. Leider hat sich in der Zwischenzeit Mexiko zu einem Hotspot dieser Pandemie entwickelt.

Coronavirus mit dramatischen Folgen für Anleger, aber vor allen Dingen für die Wirtschaft die in Europa, insbesondere in Italien, fast zum Erliegen kommt. Der DAX hat in den letzten 3 Wochen, so lange wir weg sind, um fast 3.500 Punkte nachgegeben. Ebenso sind die Rohölpreise dramatisch eingebrochen. Das hat zur Folge, dass in unserer Heimatstadt Diesel für derzeit 1,11 Euro/l und Super E10 für 1,21 Euro/l angeboten werden. So jedenfalls zeigt es die App "richtig-tanken".   

 

Rückreise

So sieht die planmäßige Rückflugroute von Mexiko (MEX) nach Frankfurt (FRA) aus. Aber dann geht es ja leider zunächst noch über Zürich (ZRH) und dann erst nach Hannover (HAJ).

Wir hoffen auf einen pünktlichen und ruhigen Flug, bei dem wir hoffentlich auch ein bischen schlafen können. Schon jetzt freuen wir uns auf unsere Familie und Freunde.

Das Boarding geht zügig und schon vor dem Start bekommen wir einen kühlen Drink. Allerdings heben wir mit fast zwei Stunden Verspätung in Mexiko City ab. Hauptgrund dafür war, dass der Flugzeugschlepper, der uns von der Gate-Position zurückschieben sollte, mehrfach seinen Dienst versagte. Um uns bei Laune zu halten und die Wartezeit auf den neuen Pusher zu überbrücken, wurde ein weiterer Drink serviert.

Einem solchen Pusher haben wir die Verzögerung zu verdanken.

Dann geht es endlich los. Ein letzter Blick auf das nächtliche Mexiko City. Vielfach sind hier in Mexiko die Straßen in den großen Städten schachbrettförmig angelegt.

Kurz nach dem Start wird ein 4-Gänge-Menü serviert. Wirklich klasse. Dazu ein französischer Rotwein. Dann begeben wir uns zur Nachtruhe in die Horizontale und lassen uns ruhig in den Schlaf schaukeln.

Diese Karte und vor allen Dingen diese Speisen können sich wirklich sehen lassen. Tim Mälzer wäre begeistert.

Die aufmerksame Lufthansa-Crew der Boeing 747-8 bringt uns sicher, aber leider nicht pünktlich nach Frankfurt. Kurz nach einem guten Frühstück landen wir gut eine Stunde nach der planmäßigen Ankunftszeit. Entgegen des Hinflugs war die Maschine jedoch nicht ausgebucht. Ob das am Coronavirus liegt? Obwohl wir etwas geschlafen haben schlaucht ein Flug mit fast 12 Stunden bei einem Zeitunterschied von 7 Stunden selbst in der Business Class doch ganz gewaltig.

Beim Landeanflug auf Frankfurt sehen wir prall gefüllte Bäche und überflutete Wiesen und Äcker. So viel Regen hatten wir in den letzten 3 Wochen nicht.

Aufgrund der Verspätung erreichen wir unseren Anschlussflug nach Zürich (ZRH) natürlich nicht mehr. Es würde ein sehr später Flug von Frankfurt (FRA) nach Hannover (HAJ) gehen. Wir ziehen es jedoch vor, auf den Flug LH 0114 mit einer A330-300 über München (MUC) umzubuchen. Wenn alles klappt, bringt uns der Flug LH 2102 dann von München (MUC) nach Hannover (HAJ)

Trotz der ganzen Umbucherei hat sogar unser Gepäck den Weg nach Hannover (HAJ) gefunden. Dort werden wir von Freunden abgeholt. Nun sind wir doch noch einigermaßen früh zu Hause. Um 21:40 Uhr drehen wir den Haustürschlüssel um.

Alle Hotels haben wir auf dieser Tour über Booking.com gebucht. Meistens entschlossen wir uns für das nächste Hotel erst zum Frühstück desselben Tages; manchmal sogar erst eine Stunde zuvor.

Hier der Link zu Booking.com, am besten bei der nächsten Reise selbst mal ausprobieren.

Eine erlebnisreiche Tour ist nun zu Ende. Was in guter Erinnerung bleibt, sind die vielen tollen Eindrücke eines bisher fremden Landes und nicht der Gedanke daran, nur etwas ersehnt und nicht umgesetzt zu haben. Wir haben alles richtig gemacht.

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© Uwe und Anita on Tour