Rückreise innerhalb Deutschlands

Von Freiburg im Breisgau über Titisee-Neustadt (Schwarzwald), Tübingen, Bad Urach, Ulm, Sulzemoos, Fürstenfeldbruck und Leipzig und dann über den Harz bis nach Hannover.

Deutschland

Von Freiburg aus fahren wir über den leicht verschneiten Schwarzwald. Dort haben wir gegen Mittag frostige minus 10°C. In Tübingen besuchen noch Freunde und fahren am frühen Nachmittag über Bundes- und Landstraßen weiter Richtung München. In der Nähe von Bad Urach schlagen wir unser Nachtlager auf und genießen gegen 16:30 Uhr einen sehr schönen Sonnenuntergang. 

Sonnenuntergang bei minus 8°C. Die Nacht wir sicherlich noch viel kälter.

Zum Glück haben wir gestern in Frankreich noch unseren Unterflur-Gastank vollgetankt. Damit können wir unser Mobil auch bei so frostigen Temperaturen mollig warmhalten. In Frankreich ist Auto-Gas (LPG) übrigens 30 Cent günstiger als derzeit in Deutschland. Es ist jedoch ein anderer Tankadapter (ein DISH Anschluss) erforderlich als in Deutschland. Den haben wir natürlich dabei.

Unsere heutige Fahrstrecke über den Schwarzwald.

Kurz vor Antritt unsere Portugal-Tour mussten wir mit unserem Mobil nochmal zu Robel. Wir hatten Probleme mit der Aufbau-Elektrik. Ganz unkompliziert bekamen wir direkt am nächsten Vormittag einen Termin. Der Schaden war schnell lokalisiert. Ausgelöst durch den Bruch einer Batterieklemme war ein Elektro-Verteilerblock angeschmort. Bereits um 11:00 Uhr war der Schaden behoben und wir konnten wieder los. Ein ganz herzliches Dankeschön an das Robel-Team.

Die verschmorten Kabel hätten einen großen Schaden anrichten können. Zum Glück ist alles gut gegangen. 

Weil die Vorderreifen früher einseitig abliefen, haben wir Mitte Juli 2021 verstärkte Marquard-Stoßdämpfer einbauen lassen und auf der Vorderachse die Bereifung von Continental- auf Vredestein-Winterbereifung umgerüstet. Inzwischen sind wir damit gut 25.000 km unterwegs und es war genau die richtige Entscheidung.   

Nach mehr als 25.000 km sieht die Bereifung noch sehr gut aus.

Im Wetterbericht hören wir bereits am Morgen die Warnung, dass sich die Wetterlage zuspitzen wird. Vorsichtshalber nehmen wir nun die besser abgestreute Autobahn Richtung München. Es war eine gute Entscheidung. Denn zusehends bildete sich Blitzeis.

Auch im Internet wird vor der Glatteisgefahr gewarnt.

In Sulzemoos, kurz vor München, nahe der Autobahn A8, besuchen wir den großen Wohnmobilhändler „Der Freistaat“ mit angeschlossenem Zubehörmarkt und einem Übernachtungsplatz, der kostenfrei genutzt werden kann. 

Eigentlich wollten wir nach dem Einkauf im Campingmarkt noch kurz dumpen und dann weiterfahren. Doch das Glatteis ist inzwischen so gefährlich geworden, dass ich selbst den Versuch zu dumpen abgebrochen habe. Die wenigen Meter geht es im Schritttempo zurück zum Stellplatz. Hier warten wir lieber auf besseres Wetter, so wie es im Fernsehen angeraten wird.

Die gesamte Großraum München ist von dem Extremwetter erfasst.

Die Spiegel unseres Mobils sind inzwischen mit einem Eispanzer vollkommen überzogen..

Auf dem Stellplatz vom „Freistaat“ haben wir gut genächtigt und konnten kostenfreies WiFi nutzen. Auch andere Wohnmobilisten warteten hier auf besseres Wetter.

In der Nacht hat es leicht geschneit, aber es ist zum Glück nicht mehr so glatt. Beim Einfahren der SAT-Schüssel wird diese von Schnee behindert und verkeilt sich. Zum Glück ist sie aber so weit eingefahren, dass wir damit auch fahren können. Doch sie lässt sich nun leider nicht mehr ausfahren. Da werde ich wohl bei besserem Wetter mal aufs Dach müssen, um die Antenne wieder in Ausgangsposition zu bringen.

Heute sind wir zur Weihnachtsfeier meines ehemaligen Arbeitgebers eingeladen. Nach zweijähriger Coronapause wird es sicherlich sehr viel zu erzählen geben. Die Feier findet in einer Brauereigaststätte in Fürstenfeldbruck statt. Mit unserem Mobil stehen wir recht günstig direkt gegenüber der Marthabräu Festhalle auf einem großen Volksfestplatz. 

Schon jetzt freuen wir uns auf einen schönen Abend mit netten Gesprächen in der Marthabräu Festhalle bei der Weihnachtsfeier.

In der Tat. Wir hatten einen sehr schönen Abend mit einem tollen Essen, kühlen Getränken und vor allen Dingen mit sehr netten Gesprächen. Es waren etwa 200 ehemalige Kolleginnen und Kollegen bei der Weihnachtsfeier dabei. Gerne haben wir vernommen, dass es dem Unternehmen trotz Pandemie und dem Angriffskrieg in der Ukraine wirtschaftlich sehr gut geht.

Bei so extrem niedrigen Temperaturen bilden sich überall am Fahrzeug bizarre Eisformationen.

Nun fahren wir weiter auf der A 9, an Nürnberg vorbei nach Leipzig. Dort besuchen wir unsere jüngste Tochter und verbringen mit ihr einen schönen Abend. Wir folgen ihrem Rat und übernachten auf einem großen Platz in der Nähe des Cospudener Sees.  

Ein morgendlicher Spaziergang am Cospudener See weckt die Lebensgeister.

Am südlichen Stadtrand Leipzigs, umgeben vom Auenwald der Metropole, liegt der über 400 ha große Cospudener See. Er entstand aus einem Braunkohle-Tagebaurestloch, das zwischen 1993 und 2000 geflutet wurde. Seine gute Verkehrsanbindung hat ihn inzwischen zum begehrten Ausflugsziel des Leipziger Neuseenlandes werden lassen.

Bei kaltem Winterwetter starten wir zu unserer letzten Etappe von Leipzig aus und fahren über den Harz bis nach Hause. Die tief stehende Wintersonne verzaubert mit ihren langen Schatten die uns immer bekannter werdende Landschaft. 

Auf der A 7 nähern wir uns der Heimat.

Gegen 16:30 Uhr erreichen wir am 17.12.2022 nach gut 6 Wochen und 8.059 unfallfreien Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 51 km/Stunde wieder unser zu Hause. Im Gepäck haben wir viele noch unsortierte Eindrücke und Erinnerungen an nette Begebenheiten. Für uns steht fest: Portugal ist ein sehr interessantes und günstiges Reiseland, nicht nur für Rentner. 

Unser Haus war während unseres Urlaubs gut versorgt. Doch leider hat die Heizung nicht das getan was sie tuen sollte. So hatten wir bei unserer Ankunft im Haus leider nur 4,5°C, zum Glück PLUS. Seit einem Jahr haben wir einen neuen Kaminofen, der bei einer Außentemperatur von -12°C das Wohnzimmer dann doch recht schnell auf eine Wohlfühltemperatur brachte.

Der neue Kaminofen leistet gute Dienste und wir erfreuen uns an dem lodernden Flammenspiel.

Wir hoffen, dass wir mit unseren Informationen rund um Portugal neugierig auf das iberische Land gemacht haben.

Wohin uns die nächste Tour führen wird steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass wir auch darüber berichten werden. 

Schon jetzt wünschen wir allen Besuchern dieser Homepage ebenfalls die schönsten Reiseerlebnisse sowie ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten und gesunden Start ins neue Jahr.

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© Uwe und Anita on Tour