Juni 2017

Die Mitte Kanadas

Den Osten Kanadas haben wir nun hinter uns gelassen und fahren weiter über Ontario, Manitoba, Saskatchewan, Alberta, Northwest Territoriens, British Columbia und Yukon nach Alaska. Die 13., ganz hoch im Norden gelegene Provinz Nunavut ist nicht an das Straßennetz angebunden, so ist sie für uns leider nicht erreichbar.

Leuchttürme gibt es hier nicht mehr. Auch die Landschaft hat sich verändert, sie ist flacher geworden, aber ebenso schön geblieben.

Ganz besonders reizvoll erscheint die Landschaft in der Abendsonne oder nach einem kurzen Schauer mit Regenbogen. 

Landschaften

Große und kleine Wasserschildkröten kreuzen unseren Weg. Sie wollen von der einen Seite der Straße in den Teich auf der anderen Seite. Das gelingt leider nicht immer.

Wasserschildkröten auf ihrem gefährlichen Weg.

Zugegeben, es gibt schönere Tiere ...

... zum Beispiel dieser Eisbär im Polar Bear Habitat in Cochrane. 

Tiere

Cochrane in Ontario - unser Standort am 21.06.2017

Der Polar Bear Express von Cochrane nach Moosonee befördert Mensch und Maschine. 

Wir steigen für einen Tag um, vom Wohnmobil auf den Polar Bear Express von Cochrane nach Moosonee. Der Ort liegt an der James Bay, eine kleinere Bucht der Hudson Bay und ist nur per Bahn oder Flieger erreichbar. Fünf Stunden dauert die (einfache) Fahrt und führt durch nahezu unberührte Natur. Ein echtes Erlebnis. Das bewaldete Gebiet ist von Wasserläufen, kleinen Bächen und großen Flüssen durchzogen. Der Polar Bear Express verkehrt täglich (außer am Wochenende) und versorgt rund 4.000 Einwohner von Moosonee und Moose Factory mit Allem was gebraucht wird. 

Die erlebnisreiche Bahnfahrt geht durch nahezu unberührte Natur.

Wasserläufe durchziehen die unendliche Weite.

Mit dem Wassertaxi gelangen wir auf die andere Seite des Flusses Moose. Er bildet dort ein Delta mit zahlreichen beschaulichen Inseln. Hier in Moose Factory liegt der Ursprung der Hudson Bay Company, das älteste (seit 1670) eingetragene Unternehmen in Kanada. 

Rasante Fahrt mit dem Wassertaxi durch das Moose-Delta.

Die erste Polizeikontrolle haben wir auch schon hinter uns. Wobei uns die Frage der Polizistin etwas verwunderte, „ob es ein in Kanada gemietetes Wohnmobil sei“. Irgendwie sehen hier die Wohnmobile doch etwas anders aus, vor allen Dingen sind sie viel größer.

Kein Vergleich zu Wohnmobilen auf deutschen Straßen.

Heute war ich beim Frisör.

Bei unseren Zwischenstopps, Spaziergängen und Wanderungen sehen wir zu dieser Jahreszeit sehr häufig schöne und farbenprächtige Blumen, die ich gerne fotografiere.

Blumen

Nun ziert auch ein bunter Blumenstrauß das Bad unseres 12 m² rollenden Eigenheims. 

In Ontario haben wir am 25.06.2017 auf dem Highway 17 eine Zeitzone gen Westen überschritten. Unsere Handys, Rechner und Navigationsgeräte stellen sich (genau wie wir) automatisch schnell auf die neue Zeit ein. Damit besteht nun zu Deutschland ein Zeitunterschied von 7 Stunden.

Heute gewinnen wir eine Stunde.

Immer wieder fallen uns Fahrzeuge auf, die für uns nicht alltäglich sind. Daher setze ich gerne die Rubrik „Fahrzeuge“ fort und werde sie permanent ergänzen.

Fahrzeuge 

Wenn möglich, suchen wir abends gerne einen Stellplatz in freier Natur. Diese Plätze liegen oft am Wasser oder bieten einen Blick auf die Berge. Meist sind sie abgelegen, ruhig und landschaftlich sehr schön. Wir gehen aber auch auf Campgrounds in Provincial- oder Nationalparks. Diese sind einfach ausgestattet, verfügen aber je Stellplatz immer über eine Feuerstelle sowie Tisch und Bank. 

Nachtplätze

Kurz vor Winnipeg (Manitoba) fahren wir auf den Historic Highway Nr. 1 - eine wirklich schöne Strecke.

Alle und alles stellen sich bereits auf den 1. Juli ein. Dann ist hier Canada-Day und der 150. Jahrestag wird ordentlich gefeiert, mit Feuerwerk und allem was dazugehört. Das erzählte man uns bereits. Dazu gibt es ein eigenes Logo und überall sind Canada-Fahnen zu finden, an öffentlichen Gebäuden ebenso wie an Baustellen, bei Firmen und an privaten Wohnhäusern.

Logo zum Canada-Day.

Hier in Winnipeg ist die Vorfreude auf den Canada-Day schon groß und überall zu spüren.

Von Winnipeg aus nehmen wir den Hwy 6 Richtung Norden. Er führt auf rund 500 km fast geradeaus durch eine nahezu menschenleere Gegend. Auf der Strecke liegen lediglich vier Ortschaften mit jeweils nur einigen 100 Einwohnern.

Der Hwy 6 ist für den wenigen Verkehr gut ausgebaut.

Hier treffen wir an einer Straßenbrücke auf etliche Pelikane, die wir in dieser Gegend nicht erwartet hätten.

In Sasketchewan nehmen wir den Highway 165. Highway hört sich gut an. In Wirklichkeit ist es eine ca. 250 km lange Schotter- und Schlammpiste, die wir weitestgehend bei Regen befahren, vorbei an einigen „Indian Reserve“. In Labrador hatten wir auf den Gravelroads mächtig Staub und hier viel Schlamm. Dementsprechend sieht unser Fahrzeug innerhalb kürzester Zeit vollkommen anders aus.

Zu Beginn ist noch alles im grünen Bereich.

Wer solche Pisten (freiwillig) fährt muss mit dem Schlimmsten rechnen.

Mit zunehmender Dauer ist vom Grundton unseres Fahrzeugs kaum noch etwas zu sehen.

Irgendwie mag unser Sprinter offenbar den hiesigen Diesel nicht. Denn auf einmal ging die gelbe Motorkontrollleuchte an und das Fahrzeug lief nur noch im Werstattmodus – soll heißen, es hatte keine Leistung mehr. Und das im Nirwarna. 

Hier eine Panne zu haben ist nicht wirklich gut.

Zum Glück habe ich ein OBD Diagnosegerät dabei (iCarsoft) und kann den Fehler auslesen (emissinsbezogener Fehler) und wegdrücken – mit Erfolg, hoffentlich auch von Dauer.

Unsere gefahrene Route in der Mitte Kanadas mit Standort am 30.06.2017

Bild des Monats Juni 2017

Kopfstand, gesehen auf dem Hwy 6 nördlich von Winnipeg in Manitoba.  

Detailinformationen zum Bild des Monats Juni 2017.

Hiermit verlassen wir nun die Mitte Kanadas und legen auf unserer Homepage eine neue Seite an:

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