Praxistipps

Mit dieser Rubrik möchten wir allen Wohnmobilisten unsere bisherigen Erfahrungen mit unserem Fahrzeug und rund um das Reisen mit dem Wohnmobil, welche wir im Laufe der letzten Jahre gesammelt haben, in Form von hilfreichen, nützlichen und erprobten Praxistipps weitergeben. Die nachfolgenden Tipps sind keinen Kategorien zugeordnet, sondern bewusst unsortiert und werden kontinuierlich ergänzt. 

Für und wider einer Luftfederung

Unser Wohnmobil ist werksseitig an der Hinterachse mit einer VB-Luftfederung ausgestattet. Das erhöht den Fahrkomfort ganz erheblich. Und wir können auf geneigten Flächen stehen ohne Auffahrkeile unterlegen zu müssen; auf Knopfdruck hebt und senkt sich das Mobil an der Hinterachse um rund 12 cm. Es ist aber gut zu wissen, dass die Bälge nicht für die Ewigkeit ausgelegt sind. Auf unserer ersten großen Tour durch Kanada und Alaska sind wir mit unserem Allradfahrzeug sehr häufig auf Schotter- und Schlammpisten unterwegs gewesen. Die Bälge leiden dabei sehr und sind dem Steinschlag ungeschützt ausgesetzt. Das hatte eine Beschädigung mit Druckverlust der Bälge zur Folge, die dann nach ca. 25.000 km ausgewechselt werden mussten. Inzwischen sind wir auf europäischen Straßen mit den gewechselten Bälgen weitere 170.000 km unterwegs. Trotz dieses Vorfalls möchten wir auf eine solche komfortable Luftfederung nicht verzichten.

Vorbereitung für die Verschiffung

Um die Unversehrtheit der Stauräume und Eingangstür zum Aufbau zu gewährleisten, wurden diese vor der Verschiffung unseres Wohnmobils nach Kanada vom Hafenpersonal in Hamburg mit Siegelmarken versehen. Das Fahrerhaus haben wir komplett ausgeräumt. Zwischen Fahrerhaus und Aufbau haben wir aber keine abschließbare Tür, sondern lediglich einen Vorhang. Wie wollten wir nun sicherstellen, dass kein Hafenpersonal Zutritt zum (voll eingeräumten) Aufbau bekommt. Dazu haben wir einen Markisenstoff oben und unten mit Leisten versehen und diesen dann von der Aufbauseite her fest eingeschraubt. So war der einfache Zugang verwehrt und wir hätten (zumindest) sehen können, ob sich jemand im Aufbau aufgehalten hat. Entweder war das Hafenpersonal sehr vertrauenswürdig oder unsere Maßnahme hat genug abgeschreckt. Jedenfalls kam unser Wohnmobil sicher und unbeschadet in Kanada an. 

Stressfreie Tourenplanung

Unsere Reisen sehen meistens so aus, dass wir täglich ein neues Ziel ansteuern und uns dabei die auf der Route liegenden Besonderheiten ansehen. Meistens besprechen wir abends die Tour für den nächsten Tag. Dabei sind uns Reiseführer, Straßenkarten, regionale Informationsblätter der Touristinformationen sehr hilfreich. Eine besondere Hilfe ist uns aber die „Trips-App“ des ADAC. Sie ist ständig aktuell und für Mietglieder kostenfrei; hier der Screenshot der Startseite für ausgewählte Highlights in Deutschland.

Immer genug Strom

Um auch über einen längeren Zeitraum autark zu sein, haben wir beim Bau unseres Mobils großen Wert darauf gelegt immer genügend Strom zu haben. Dazu sind auf dem Dach zwei Solarpaneele mit jeweils 110 WP montiert sowie ein Sinus-Wechselrichter für 230 V mit 1.500 W Dauerleistung und zwei Gelbatterien mit je 110 Ah verbaut. Während der Fahrt werden die beiden Aufbaubatterien zusätzlich über die Lichtmaschine geladen. Selbst bei bedecktem Wetter liefert diese Anlage genügend Strom für den täglichen Gebrauch des Toasters und gelegentlich für Föhn, Mikrowelle und zum Laden unserer Computer, Handys und des mobilen Netzwerks.

Kraftstoff mit ausreichend Reserve

Da wir oft große Strecken zurücklegen, war uns beim Bau des Mobils ein großer Tank wichtig. Beim Mercedes Sprinter ist serienmäßig max. ein 100 l-Tank zu bekommen. Wir haben uns einen speziell geschweißten Aluminium-Tank mit einem Volumen von 180 l montieren lassen. Das war genau die richtige Entscheidung die uns besonders in Kanada und Alaska weitergebracht hat. 

Gerätschaften für ein zünftiges Lagerfeuer

Nicht nur für das Schneiden und Spalten des Brennholzes fürs Lagerfeuer sind die geeigneten Gerätschaften wichtig. Auch wenn Bäume oder Sträucher den Weg versperren, sind eine Akku-Kettensäge und eine scharfe Axt die erste Wahl. Zusätzlich führen wir immer eine Schwedensäge (Bügelsäge) und eine kleine Klappsäge mit.

Gut verbunden

Ein mobiler LTE-Router, auf dem bis zu 10 Geräte angemeldet werden können ist unterwegs schon eine feine Sache. Der WLAN-Hotspot Huawei 6183 hat uns lange gute Dienste getan. Inzwischen nutzen wir den LTE-Router Huawei E5577C. Dieses Gerät verfügt zusätzlich über eine Extender-Funktion. Das bedeutet, dass das Gerät z.B. auf dem Campingplatz mit dem dortigen WLAN verbunden werden kann und dieses Signal automatisch auf weitere Geräte überträgt. Wir betreiben den Hotspot mit einer kostengünstigen Zusatz-SIM-Karte, die an meine Hauptkarte gekoppelt ist. So funktioniert das Internet genauso praktisch wie zu Hause. 

Dumpen ganz einfach

Wenn man die technische Möglichkeit hat auf dem eigenen Grundstück eine Dumpstation zu bauen, sollte man das unbedingt machen. Es ist auch darauf zu achten, einen Bodeneinlauf möglichst passgenau unter dem Grau- und Frischwasser-Ablass zu schaffen. Eine solch gut funktionierende Station ist schon sehr praktisch und wir möchten sie nicht mehr missen. 

Fernsehen in ganz Europa

Mit der Oyster SAT-Anlage und einer 85 cm großen Schüssel, die automatisch den ASTRA SAT sucht und beim nächsten Ausfahren auf die zuletzt eingestellt Position fährt, haben wir bisher in ganz Europa tadellosten Fernsehempfang. Selbst in Island und Marokko konnten wir die Tagesschau bestens empfangen. Es kommt auf die Schüsselgröße an.

12 V und USB für unterwegs

In Mietfahrzeugen sind meistens sehr wenige 12 V-Steckdosen und vor allen Dingen kaum USB-Anschlüsse. Speziell dafür haben wir uns eine Verteilung gebaut, mit der sich aus einem Zigarettenanzünder 1 x 12 V und 2 x USB generieren lässt; alternativ kann mit einem Adapter 4 x USB hergestellt werden. Und mit einem längeren Kabel sind die Anschlüsse immer dort wo sie gebraucht werden. 

Kühlkissen für einen guten Schlaf

Im Internet haben wir Kühlkissen gefunden. Unsere Wahl fiel auf Newgen-Kühlkissen. Sie haben bisher, ganz besonders in Australien bei Nachttemperaturen von fast 30 °C, sehr gute Dienste getan. Um eine noch bessere Kühlleistung zu erreichen, legen wir sie vor Gebrauch einige Stunden in den Kühlschrank, das ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Strom wie zu Hause

Adapter für die unterschiedlichsten Länder und eine Steckdosenleise mit USB-Anschlüssen gehören zu unserer Grundausstattung. Aber unbedingt darauf achten, dass die USB-Anschlüsse genügend Leistung haben, sonst kann das Laden der Handys recht lange dauern. Besonders für evtl. Hotelaufenthalte oder in der Gemeinschaftsküche des Campingplatzes ist eine solche Steckdosenleise eine praktische Hilfe.

Kurze Hitze und dann kein Jucken

Eine Reiseapotheke hat sicherlich jeder an Bord. Ganz besonders praktisch ist der „bite away“. Es ist ein elektronisches Gerät, welches mit Hilfe von konzentrierter Hitze an der Einstichstelle eines Insekten- oder Mückenstichs den Juckreiz und die Schwellung lindern. Das funktioniert wirklich gut.

In Frankreich Pflicht

In Frankreich sind für große Fahrzeuge (LKW, Busse und auch Wohnmobile) über 3,5 t „Tote-Winkel-Aufkleber“ Pflicht. Diese Aufkleber sind 17 x 25 cm groß und schmücken nicht gerade ein schönes Wohnmobil. Aber Pflicht ist Pflicht. Wir haben uns für ein dauerhaftes Schild am Heck entschieden und an den Türen bringen wir bei Bedarf magnetische Schilder an. Aber bitte beachten: Im Handel sind diese Schilder mit LKW-, Bus- und Wohnmobil-Symbolen erhältlich. Doch die Wohnmobil-Symbole sind nicht offiziell zugelassen und der ADAC empfiehlt die Bus-Symbole zu verwenden, da es sich sowohl bei Bussen als auch Wohnmobilen um Fahrzeuge zur Personenbeförderung handelt. 

Der Umwelt zuliebe

Die in französischen Großstädten vorgeschriebene Umweltplakette haben wir für kleines Geld (4,61 Euro inkl. Port) online bestellt. Das ging zügig und unkompliziert. Aber unbedingt darauf achten, dass man auf der offiziellen französischen Homepage ist. Es gibt auch Vermittler die für eine solche Plakette mehr als 20,00 Euro verlangen.

Achtung: Roaminggebühren

Französische SIM-Karten sind sehr günstig und funktionieren gut, auch in Spanien und Deutschland etc. Doch wenn man nach Andorra oder in die Schweiz einreist, fallen Roaming-Gebühren an. Also unbedingt vorher nachschauen in welchen Ländern es teuer werden kann.  

Schnelle Diagnose

Das speziell auf den Sprinter abgestimmte iCarsoft OBD-Diagnosegerät i980 hat uns schon häufiger bei emissionsbezogenen Fehlern und Schäden an der Elektrik gute Dienste getan. Solche Geräte stehen für alle Fahrzeuge zur Verfügung. Sie werden an der OBD-Steckdose angeschlossen, zeigen den Fehler an und dieser kann eingegrenzt und oftmals weggedrückt werden. Zumindest ist so die nächste Werkstatt erreichbar. Wir gehen ohne dieses Gerät nicht auf Tour.

Gut gekühlt genießen

Mit unserem Dometic-TEC-Tower Kühlschrank haben wir in der Vergangenheit häufiger Probleme gehabt, weil das Gefrierfach während der Fahrt nicht die nötige Kühlung brachte. Nun legen wir ins Gefrierfach einige vorgekühlte Kühlakkus und damit wird die Schaltdifferenz bzw. der Temperaturverlust während der Fahrt erheblich gemindert. Zudem lassen sich die Kühlakkus bei Bedarf entnehmen und anderweitig verwenden.

Steckdosen kann man nicht genug haben

Das serienmäßige Ablagefach in unserem Sprinter haben wir umfunktioniert und dort zwei 12 V-Steckdosen und zwei Doppel-USB-Steckdosen eingebaut. Die beiden linken Steckdosen haben Dauerstrom und die beiden rechten Steckdosen sind stromführend sobald die Zündung eingeschaltet ist.

Immer gut bedacht

Beim Bau unseres Mobils haben wir direkt eine Reling mit Tragestäben und Heckleiter als Zugang auf das begehbare Dach montieren lassen. An der Reling können Äste am Mobil entlangsteifen ohne das Fahrzeug groß zu verkratzen. Die Tragestäben bieten eine sichere Befestigung für unsere Kanus. Das war genau die richtige Entscheidung.

Wasser marsch

Eine große Auswahl an Schnellkupplungen, Wasserhahnanschlüssen und Schlauchverbindungen mit den unterschiedlichsten Gewindedurchmessern sowie ein Multifunktionsschlüssel sind der Garant dafür, immer und überall Frischwasser zapfen zu können.  

Bester Halt

Die selbst gebauten Getränkehalter passen genau zur Holzeinrichtung unseres Mobils. Sie sind mit einem Klettband an der Außenwand angeheftet und lassen sich so bei Bedarf auch ganz einfach schnell entfernen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie perfekt sitzen und selbst während der Fahrt gefüllte Flaschen sicher zu halten. 

Ein Blick - voll informiert

Das TireMoni TM-260-R Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) mit Funkverstärker zeigt den Luftdruck aller sechs Reifen exakt an. Obwohl im kalten Zustand der Druck der Zwillingsbereifung hinten gleich ist, erhöht sich der Druck der inneren Bereifung während der Fahrt mehr, weil die Wärme nicht so gut abgegeben werden kann. Dieses System hat uns schon mehrfach rechtzeitig optisch und akustisch einen Reifenschaden angezeigt. 

Frei Fahrt

In Deutschland ist für unser Wohnmobil mit 5,3 t zul. Gesamtgewicht (noch) keine Maut zu entrichten. Das sieht in anderen europäischen Ländern, bereits ab 3,5 t, nicht so aus. Um da auf der sicheren Seite zu sein und nicht mit unterschiedlichen Systemen kämpfen zu müssen, haben wir uns für eine systemübergreifende Camper-Mautbox vom ADAC in Kooperation mit dem DKV entschieden. An den Mautstellen müssen wir nun nicht mehr anhalten und die Rechnung kommt zusammengefasst am Monatsende. 

Geht doch

Da mit der Zeit die Tür- und Klappenhalterungen manchmal nicht mehr so richtig halten, habe ich die Halterung an der Eingangstür unseres Mobils durchbohrt und eine Madenschraube eingesetzt, die bei Bedarf nachgestellt werden kann. Damit wird ein vorzeitiger Austausch der Halterung überflüssig. 

Aus Schaden wird man klug

Die Spiegel des Sprinters lassen sich um eine Raste nach innen klappen. Damit wird je Seite gut 5 cm gewonnen und somit die Gesamtbreite des Fahrzeugs um etwa 11 cm reduziert. Leider habe ich meinen eigenen Tipp zu spät befolgt und in einer sehr engen Durchfahrt in einem Bergdorf die rechte Abdeckung des Spiegels angefahren.

Zu viel Wasser

Unser Sprinter verfügt über einen Wasserfilter innerhalb der Kraftstoffzufuhr. Bei schlechtem Diesel, wie wir ihn in Südeuropa hatten, kann den Filter selbst entwässert werden. Die Fehlermeldung verschwindet in der Anzeige und erspart den Werksattbesuch.

Hier rutscht nichts mehr

Den „Kellerboden“ unseres Mobils haben wir mit einem leichten Fußbodenbelag ausgelegt. Er eignet sich ausgezeichnet um darauf flexible Rutschsicherungen aufzubringen. Diese bestehen aus etwa 4 x 4 cm großen und 10 cm langen Hölzern, die einseitig mit Klettband belegt sind. Diese Hölzer lassen sich ganz schnell und einfach an der richtigen Stelle positionieren.

Rücksicht

Unsere Shutter-Rückfahrkamera verfügt über zwei Kameramodule mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Das bedeutet, sie zeigt bei eingelegtem Rückwärtsgang das nähere Umfeld hinter dem Fahrzeug. Im Vorwärtsgang schaltet sie auf Spiegelfunktion um. Und gerade auf diese Spiegelfunktion bezieht sich unser Tipp. Am unteren Rand des Monitors haben wir einen roten Selbstklebestreifen genau in der Position angebracht, in der die Räder den rechten Straßenrand verlassen würden. Das ist besonders bei schmalen Straßen recht hilfreich.

Schäden vermeiden

Gerne würden wir während der Fahrt die Dachluken ein bisschen öffnen. Bei überhängenden Ästen ist das aber je nach Position der Dachluken keine gute Idee. Also: Dachluken während der Fahrt immer geschlossen halten um Beschädigungen zu vermeiden.

Für den Fall der Fälle

Für den Fall der Fälle haben wir auf unseren Touren immer eine Auswahl an Ersatzteilen dabei. Dafür sollte jeder selbst sein Sortiment zusammenstellen. Hier muss das gebrochene Push Lock-Schloss an unserer Besteckschublade getauscht werden. Zum Glück haben wir auch dafür Ersatz dabei.

Gas geben

Von links: ACME Adapter, DISH Adapter, Bajonett Adapter, Euronozzle

Unser Mobil verfügt über einen 56 l fassenden Unterflur-Gastank. Gegenüber Tausch-Gasflaschen ist das recht praktisch, weil er auch nachgefüllt werden kann, wenn er noch teilgefüllt ist. Den ACME Adapter benötigen wir in Deutschland; diesen haben wir mit einem Betankungsfilter ausgestattet. Doch in Europa gibt es unterschiedliche Gasanschlüsse. Vor einer Auslandsreise sollte man sich rechtzeitig die passenden Adapter besorgen.   

Doppelt hält besser

Doppelt hält besser - aber nicht immer. Bei einer Zwillingsbereifung können sich Steine zwischen die Räder klemmen. Nach einer Fahrt durch unwegsames Gelände ist es ratsam die Räder zu kontrollieren.

Nicht alltäglich

Auf Einladung durch Robel und Durchführung durch Mercedes-Benz Driving Events hatten wir die Möglichkeit an einem Allrad-Training teilzunehmen. Unter fachkundiger Anleitung erfahrener Mercedes-Instruktoren wurden wir in Theorie und Praxis in das Fahrverhalten von Allradfahrzeugen eingewiesen. Es war ein erlebnisreiches Training im Gelände mit reichlich Informationen und Fahrübungen rund um das richtige Verhalten mit Allradfahrzeugen in nicht alltäglichen Situationen. Auch der ADAC bietet Wohnmobil-Trainings an, die gerade Caravan-Einsteiger buchen sollten.

Lohnenswerte Investition

Inzwischen haben wir seit etwa 50.000 km an der Vorder- und Hinterachse verstärkte Stoßdämpfer der Firma Marquart aus Löningen. Die fachkundige Montage übernahm die dort ortsansässige Werkstatt Pöpsel Power. Wir verzeichnen eine deutliche Verbesserung in Bezug auf Fahrverhalten und Reifenverschleiß. Die Investition hat sich gelohnt.

Gute Sicht

Schalter von links nach rechts:

Frontscheibenheizung: Ursprünglich hatte unser Fahrzeug keine Frontscheibenheizung. Beim ersten Glasschaden haben wir eine solche nachrüsten lassen. Das ist schon sehr praktisch, aber teurer als wenn wir es direkt mitbestellt hätten. Doch man muss wissen, dass eine Dashcam auf die feinen Drähte in der Scheibe fokussiert; ebenso ist das Fotografieren durch die Frontscheibe wegen desselben Effektes nicht mehr so einfach möglich ist.

frei:

Heckscheinwerfer: Mit diesem Schalter werden die beiden weit oben angebrachten LED-Heckscheinwerfer geschaltet. Ganz bewusst sind sie nicht automatisch mit dem Rückwärtsgang gekoppelt. So kann die Beleuchtung auch beim stehenden Fahrzeug genutzt werden.

Standheizung: Bei beschlagenen Scheiben, besonders im Winter, sorgt die Standheizung im Fahrerraum bereits vor dem Losfahren für freie Sicht. Zusätzlich wird der Motor vorgewärmt, was zu einem geringeren Verschleiß führt.

Klein aber nützlich

An unseren Gardinenleisen haben wir kleine, so genannte „Stiefelklammern“ als Rutschsicherung befestigt. Diese lassen sich variabel verschieben und verhindern während der Fahrt das Verrutschen der Gardinen. Und wenn zweiteilige Gardinen zugezogen werden sollen, dann sind sie bestens geeignet, diese beiden Gardinen festzuklammern.

Luft an jeder Stelle

Unseren 230 V-Kompressor haben wir vor einiger Zeit durch einen Akku-Kompressor ausgetauscht. Der Makita Kompressor DMP 180Z ist ebenso leistungsstark aber kleiner, leichter und vor allen Dingen ohne Kabel flexibel nutzbar. Eine praktische Angelegenheit.

Reifenschaden schnell behoben

Leider hatten wir schon einige Reifenschäden. Wenn die Schadstelle innerhalb der Lauffläche liegt, (Schraube, Nagel) kann bei schlauchlosen Reifen mit dem Reparaturset der Schaden ganz einfach ohne Demontage des Rades oder gar Reifenwechsel schnell behoben werden. Der Fremdkörper wird entfernt, die Schadstelle mit dem beiliegenden Werkzeug ausgebohrt und ein Vulkanisierstreifen mit einem Spezialgriff eingezogen. Bei uns hat eine solche Reparatur meistens weniger als eine halbe Stunde gedauert. Ein solches Set ist echt empfehlenswert. 

Vorne oder hinten

Da wir auch im Winter mit unserem 4x4 unterwegs sind, fahren wir auch der besseren Traktion wegen das ganze Jahr über Winterreifen und zu unserer Grundausstattung gehören natürlich auch Schneeketten. Wir haben uns für stabile und einfach zu montierende „Speedspur“-Ketten der Firma Ottinger entschieden. Optimal ist es, wenn auf allen vier Rädern Schneeketten aufgezogen werden. Wie die meisten Fahrer von Allradfahrzeugen begnügen wir uns allerdings mit zwei Schneeketten. Sie können entweder auf der Vorder- oder auf der Hinterachse montiert werden. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. Wer die Ketten vorne aufzieht, bringt wegen des Gewichts des Motors mehr Kraft auf die Straße. Einen besseren Schutz gegen das Ausscheren des Hecks auf glatten Untergründen bieten hingegen Schneeketten auf der Hinterachse. Eindeutige Vorschriften gibt es nicht. Wir entscheiden uns für das Aufziehen auf der Vorderachse, weil dadurch die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs besser gegeben ist und die Vorderräder zudem besser erreichbar sind. Wichtig ist aber, rechtzeitig eine Probemontage durchzuführen, damit bei Schneetreiben und Dunkelheit jeder Handgriff sitzt.

Passend und wesentlich günstiger

Beim Einziehen und Ausfahren der Thule-Einstiegsstufe ratterte es. Schnell war der Fehler gefunden. Innerhalb des Motos sind zwei Kunststoff-Zahnräder verbaut. An ihnen waren einige Zähne abgebrochen. Diese Zahnräder lassen sich einfach herausziehen und um 180 °drehen und schon ist der Schaden behoben. Doch wenn dieser Fehler (einige Jahre später) wieder auftritt, ist ein neuer Motor fällig, weil es die Zahnräder nicht als Ersatzteil gibt. Aktuell (Stand 1/2024) kostet der Motor (Thule Ersatzteil Nr. 1500602970) für Single Step V10 / V15 knapp 150,00 Euro. Doch dieser Motor ist baugleich mit dem Bosch-Motor (Teilenummer: 0 390 203 266) und kostet weniger als 40,00 Euro. Ich habe lediglich aus dem neuen Motor die Zahnräder in den alten Motor eingesetzt und schon war der Schaden schnell behoben.

Gut gerüstet

Am Heck unseres Fahrzeugs haben wir durch Robel eine stabile Stoßstange montieren lassen. Das ist eine Sonderanfertigung, die an den Aufnahmepunkten der Anhängerkupplung mit dem Rahmen verschraubt ist. Diese Konstruktion bietet die Möglichkeit, quer zur Fahrtrichtung 1,50 m lange GFK-Waffelbords (Sandbleche) aufzulegen. Diese führen wir permanent unter unserem Fahrzeug mit. So sind wir für den Fall der Fälle immer gut gerüstet.

Besser gesichert

Die Rückwand unseres Wohnmobils ist im „Keller“ durch eine Alu-Konstruktion verstärkt. Daran ist das Ersatzrad stehend angeschraubt. Um dieses Rad werkzeuglos von Hand an- und abschrauben zu können, haben wir uns auf den Schrauben jeweils ein einzelnes Kettenglied anschweißen lassen. Dadurch können nun die Schrauben von Hand bedient werden und zusätzlich lassen sich zur Ladungssicherung Spanngurte oder Expander in diesen Ösen einhängen.

Handlich und praktisch

Anfangs hatten wir einen 230 V-Staubsauger dabei. Inzwischen verzichten wir auf dieses Gerät und nehmen unseren beutellosen Akku-Staubsauger von Dyson mit. Der ist wesentlich handlicher und nimmt nicht so viel Platz weg.

Ungestörtes Laden

Auch im „Keller“ unseres Wohnmobils haben wir für Strom gesorgt. Die hier verbauten Steckdosen für 230 V, 12 V und USB sind praktisch platziert und so lassen sich auch während der Fahrt die unterschiedlichsten Geräte (Staubsauger, Akku für den Kompressor etc.) laden, ohne dass sie oben im Mobil stören. 

Empfehlenswert

Schon lange sind wir mit der App „park4night“ unterwegs. Sie zeigt übersichtlich und selektierbar Stellplätze, Campingplätze und Parkplätze, aber auch Dumpstationen und Bademöglichkeiten etc. an. Anfangs nutzten wir sie als kostenfrei Version. Darin sind aber einige Auswahlkriterien eingegraut und nicht nutzbar. In der Vollversion, die für 9,90 Euro/Jahr zu haben ist, können sogar Standorte entlang der Route aufgerufen und Favoriten abgespeichert werden. Eine wirklich empfehlenswerte App - einfach mal ausprobieren.

Übergewicht

Bei all den Tipps die hier zusammengestellt sind, geht aber einiges aufs Gewicht. Ganz besonders ist bei Fahrzeugen mit einem zul. Gesamtgewicht von 3,5 t das Gewicht im Auge zu behalten. Denn je nach Überladung drohen Bußgelder oder gar eine Anzeige wegen Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis. Für Wohnmobile über 3,5 t ist der Führerschein der Klasse C1 erforderlich. Vor der Reise sollte das beladene Fahrzeug gewogen werden, denn wir Wohnmobilisten verhalten uns verantwortungsvoll. LKW-Waagen finden wir beim Landhandel oder an der Deponie.

Mit einem Klick geht es hier zu unserer ersten richtig großen Tour:

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© Uwe und Anita on Tour