September 2017

Die Mitte der USA

Nein, wir sind nicht in New York oder Paris ...

... wir sind mitten in Las Vegas.

Las Vegas ist eine der verrücktesten Städte der Welt. Sie ist dem Größenwahn verfallen. Superlative sind das Maß aller Dinge. In der Wüstenmetropole Nevadas mit gut 600.000 Einwohnern gibt es 150.000 Hotelzimmer; das sind fast sechsmal so viele Hotelzimmer wie in München. Und mit rund 40 Mio. Besuchern pro Jahr übertrifft Las Vegas die Ewige Stadt Rom um das Vierfache. Unter den 20 größten Hotels der Welt befinden sich 14 in Las Vegas. Das 5-Sterne Hotelcasino „Venetian“ führt mit 7.200 Zimmern und 18 Restaurants im Hotelkomplex die Rangliste an. Wir allerdings sind nicht in eines der schicken Hotels am Las Vegas Boulevard eingezogen, sondern bevorzugen für die nächsten 3 Tage in Las Vegas einen stadtnahen Campground. 

Am Tage ist die Stadt schon aufregend. Am Abend allerdings blüht die vom Glücksspiel geprägte Stadt erst richtig auf. Abertausende Menschen schieben sich am Las Vegas Boulevard „Strip“ entlang und fahren mit dem Lift auf den 140 m hohen „Eiffelturm“ oder lassen sich von einem Gondolieri über den „Canale Grande“ schippern. Hier sind Themenideen aus der ganzen Welt nachgebildet und in glitzernder Leuchtreklame in Szene gesetzt. Auch wenn wir eher die ruhigeren Gegenden auf unserer Tour bevorzugen: Doch so etwas muss man einfach mal gesehen haben um es zu glauben.

Die einzige Möglichkeit, das Casino mit einem kleinen Vermögen zu verlassen, ist die, es mit einem großen zu betreten.

Las Vegas-Besucher fühlen sich hier nach Frankreich versetzt.

Das Luxushotel Bellagio mit 3.950 Zimmern und einer Casinofläche von 10.800 m² am Tage ...

... und bei Nacht mit einer 300 m langen computergesteuerten Wasserorgel, aus deren 1.200 Düsen zur Musik die Fontänen auf dem 12 ha großen See in die Höhe schießen. 

Am Abend besuchen wir im V-Theater eine der zahlreichen Shows, für die Las Vegas weltbekannt ist. Die Variete-Show war einfach Spitzenklasse und unvergesslich. 

Ein nächtlicher Streifzug durch Las Vegas entlang der Luxushotels ist schon interessant. Nach 3 Tagen Aufenthalt verlassen wir morgen wieder diese einzigartige Stadt. 

Unsere bisherige Route in den USA.

Ab Las Vegas Nevada fahren wir nun wieder Richtung Osten.

Nach unserer Ursprungsplanung wollen wir in etwa diese Route Richtung Osten fahren. Wie der Streckenverlauf tatsächlich aussehen wird, werden wir sehen.  

In Kingman Arizona kommen wir auf die legendäre Route 66. Sie war eine ursprünglich 2.451 Meilen (3.944 km) lange Straße von Chicago Illinois nach Santa Monica/Los Angeles Kalifornien und galt als eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur US-amerikanischen Westküste. 

Die legendäre Route 66.

Heute sind die verbliebenen Teilstücke der Route 66 ein Anziehungspunkt für Touristen und Nostalgiker und vor allen Dingen für Biker. Sie wird jedoch nicht mehr einheitlich als Route 66 bezeichnet und ist nicht mehr durchgehend befahrbar.

Wir folgen der Historic Route 66 ein kurzes Stück von Kingman bis Williams, um dann nördlich zum Grand Canyon abzubiegen.

„Die“ Route 66.

Unterwegs begegnen uns einige Biker.

Am Nachmittag erreichen wir den Grand Canyon Arizona.

Der erste Blick über den Rand des South Rims ist atemberaubend.

Hier hat der Colorado River über Jahrmillionen einen bis zu 1.800 m tiefen Canyon in den Felsen „gefräst“.

Am Abend verlassen wir den Nationalpark, weil der Campground belegt ist und man dort nicht frei übernachten darf. Im angrenzenden National Forest hingegen ist das Campen auf ausgewiesenen Bereichen mitten im Wald erlaubt und sogar kostenfrei. 

Es geht weiter Richtung Nationalpark Mesa Verde Colorada. Unterwegs sehen wir ein interessantes Plakat. Natürlich gibt es im Land des Fastfoods Burger King und McDonalds etc. Doch bereits 71 Meilen (gut 114 km) vor dem „Edelrestaurant“ darauf hinzuweisen, wäre bei uns unvorstellbar.

Damit man den Burger King auch bloß nicht verpasst.

Landschaften

Immer wieder treffen wir in dieser trockenen Gegend auf sehr schöne Kakteen.

Kakteen

Im Nationalpark Mesa Verde Colorado befinden sich zahlreiche historische Wohnanlagen der Anasazi-Indianer. Die Klippenwohnungen entstanden um 1200 und zeugen von einer hoch entwickelten Kultur der Indianer. 

Das Square Tower House, eine Klippenwohnung der Anasazi-Indianer.

Ganz besonders interessant ist das Balcony House. Es liegt in einer Steilwand und ist nur abenteuerlich über eine 10 m hohe Holzleiter erreichbar. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Das Balcony House ist nur abenteurlich erreichbar.

Der Park Point liegt auf 2.600 m Höhe und bietet einen fantastischen Rundblick.

Auch hier in diesem Teil der USA begegnen uns immer wieder interessante Tiere.

Tiere 

Derzeit (27.09.2017) befinden wir uns in Mesa Verde Colorado.

Zu Beginn unserer Tour haben wir uns in Kanada für eine SIM-Karte von Rogers entschieden. Diese funktionierte in Kanada und Alaska in Verbindung mit dem mobilen Netzwerk „Huawei 6183“ einwandfrei. Warum auch immer, bekamen wir in den USA damit keine Verbindung mehr. Dort legten wir uns dann eine neue SIM-Karte von AT&T mit 5 GB Datenvolumen zu. In meinem I-Pad, welches als Hotspot eingerichtet ist, klappt dieses alles recht gut. So sind wir mit der Welt per E-Mail und WhatsApp verbunden. Das Hochladen der Daten für die Homepage mache ich allerdings über freie W-LAN-Zugänge in Tourist-Informationen, auf Campingplätzen, bei McDonalds oder Walmart etc.

Wenn es funktioniert, ist der Hotspot über „Huawai 6183“ recht komfortabel.

Am 28.09.2017 erleben wir in Colorado den Wintereinbruch. Über Nacht ist es kalt geworden um morgens lag Schnee. Allerdings standen wir etwas unterhalb vom „Wolf Creek Pass“ (10.857 Fuß, 3.310 m) auf ca. 3.200 m Höhe. 

Überraschung am Morgen – Schnee.

Etwas talwärts sah das Wetter dann schon wieder besser aus.

Bei Sonnenschein besuchen wir die 230 m hohen „Great Sand Dunes“ (großen Sanddünen) im San Luis Valley in Colorado

Wir kommen nach New Mexico.

Nach einem leichten Regen zeigt sich ein schöner Regenbogen.

Santa Fe, die Hauptstadt von New Mexico ist geprägt vom Baustil der Pueblo-Indianer. Selbst mitten im Zentrum hat sich der reizvolle Adobebaustil erhalten. Adobe ist nicht nur ein aus zerkleinertem Stroh, Wasser und Lehm bestehendes altes Baumaterial, sondern eine Architektur-Ideologie. Die erdfarbenen Bauten haben abgerundete Ecken und Kanten und aus den Wänden ragen tragende Balken.

Santa Fe mit dem unverkennbaren Adobebaustil. 

Das La Fonda Inn ist das erste Haus am Platz und natürlich im Adobebaustil. Foto eines Gemäldes im Eingangsbereich des Hotels.

Die Ursprünge des ältesten Hauses in Santa Fe gehen auf das 13. Jh. zurück.

Nach einem typischen New Mexicanischen Mittagessen verlassen wir Santa Fe auf dem Hwy 25 Richtung Osten, vorbei an Las Vegas. Richtig, Las Vegas; aber nicht das glanzvolle Las Vegas in der Wüste von Nevada, sondern ein beschaulicher Ort in New Mexico. Dann folgen wir der 104.

Die Schilder „Falling Rock" (Achtung Steinschlag) ...

... sollten sehr ernst genommen werden. 

Überraschung auf der 104.

 

Auf dem Hwy 40 verlassen wir New Mexico und kommen nach Texas. Nun stellen sich unsere Uhren erneut um. Wir „verlieren“ eine Stunde und sind damit nur noch sieben Stunden von Deutschland entfernt.

Und auf der Historic Route 66 überfahren wir den MidPoint. Von hier aus sind es nach Los Angeles und Chicago jeweils genau 1.139 Meilen.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Bild des Monats September 2017

Herbst im Nationalpark Mesa Verde in Colorado, Panoramaaufnahme vom 2.600 m hohen Park Point.

Detailinformationen zum Bild des Monats September 2017.

Oktober 2017

In Texas fahren wir an endlosen Baumwollfeldern vorbei.

Tolle Einfahrtstore schmücken oftmals die Zufahrten zu den Ranchen.

Wir nähern uns der Millionen-Metropole Dallas Texas

… hier sind die Brücken der Highways unüberschaubar ineinander verschlungen. Bloß nicht verfahren.

Inzwischen haben wir Texas verlassen uns sind schon in Arkansas. Gestern haben wir auf unserer Tour bereits die 40.000 km-Marke überschritten. 

Wir passieren die Grenze zu Arkansas

… und einen Tag später die Grenze zu Louisiana.

In Louisiana sehen wir große Felder mit Baumwolle …

… und Sojabohnen.

Interessante Sumpfzypressen am Mississippi.

Von Louisiana aus nehmen wir in Vicksburg die Brücke über den Mississippi und sind damit schon im Bundesstaat Mississippi.  

Für eine Nacht quartieren wir uns dort auf dem Ameristar RV Park (Campground) ein.

Am 05/06.10.2017 sind wir in Vicksburg Mississippi.

So verlief unsere Tour in der Mitte der USA. Von Las Vegas Nevada bis Vicksburg Mississippi. Das waren genau 3.869 km.

Mit dem Überqueren des Mississippi eröffnen wir eine neue und damit letzte Seite auf unserer Homepage. Mit einem Klick auf den eingefügten Button geht es direkt auf die nächste Seite.

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© Uwe und Anita on Tour