Das nördliche Landesinnere Portugals

Von Castelo de Vide über Monsanto, Covilhã, Penas da Saude, Mangualde, Viseu, Vale da Douro (Douro-Tal) und Vila Real bis nach Chaves.

Das auf einem Hügel gelegene Dorf Monsanto hat einen einzigartigen Charme, weil die Häuser dort um riesige Felsen herum gebaut wurden. Die Zeit hat Monsanto überhaupt nicht beeinflusst. Dieses Dorf ist immer noch intakt und einzigartig in seiner Art. Es thront auf einer Klippe und wurde zwischen den Felsen gebaut, auch die Häuser, die dem Ort eine atypische Architektur und eine angenehme Atmosphäre verleihen. Nicht umsonst wurde das Dorf zum „portugiesischsten Dorf Portugals“ gewählt.

Vom Ort Relva aus machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Monsanto. Es sind nur gut 2 km aber mit 300 anstrengende Höhenmeter. Es geht vorbei an mächtig tragenden Orangenbäumen und alten Brunnen.

Wir erklimmen die mittelalterliche Burganlage über intakte Treppen.

Von hier oben aus haben wir eine tolle Sicht auf Monsanto und auf unseren Startort Relva (der Ort unten im Tal).

In Deutschland wurde in dieser Woche die letzte Telefonzelle abgebaut, hier sind noch welche zu finden.

Wir kommen wieder zurück zu unserem Wohnmobil, doch in der Zwischenzeit wurde hier ein Flohmarkt aufgebaut und unser Mobil vollkommen „umbaut“. Wie jetzt hier rauskommen, ohne das Ende des wohl gerade begonnenen Marktes abzuwarten? Einige Händler baten wir, uns den Weg freizumachen. Es war tatsächlich kein Problem. Bereitwillig räumten sie ihre Stände zur Seite und so konnten wir uns rückwärts unter Applaus der Marktbesucher einen Weg bahnen. 

Erdbeeren an Bäumen und gut schmeckende Orangen begleiten uns in dieser Region.

In Covilhã machen wir uns bei Regen auf den Weg in die Berge des Naturparks der Serra da Estrela.

Die Serra da Estrela ist der westlichste Teil des Iberischen Scheidegebirges und mit einer Höhe bis zu 1993 m das höchste Gebirge des portugiesischen Festlands. Das Kerngebiet des Gebirges bildet heute den Naturpark Parque Natural da Serra da Estrela und beherbergt das einzige Skigebiet Portugals.

Wir kämpfen uns weiter hoch und die Wolken werden immer dichter. Am höchsten Punkt, dem Berg Torre angekommen, sehen wir kaum noch die Hände vor den Augen.

Nach der Überquerung der Serra da Estrela haben wir wieder beste Sicht und finden in der Nähe von Viseu einen ruhigen Stellplatz mit Fernsicht.

Auf dem Weg nach Viseu tanken wir Diesel bei Intermarché für derzeit günstige 1,629 Euro/l. 

Igreja da Misericórdia de Viseu: In dieser Kirche im Rokokostil aus dem 18. Jahrhundert sticht die neoklassizistische Nüchternheit des Innenraums mit polychromen Schnitzereien und ohne Vergoldung hervor. Auf dem Thron des Hauptaltars kann man ein Bild von Nossa Senhora da Misericórdia bewundern, ein Werk aus dem 18. Jahrhundert.

Viseu ist bekannt für seine Azulejos (Fliesen). Diese Fliesentafel hier zeigt eine typische Fliesenbekleidung der Region, Charaktere und Szenen des traditionellen täglichen Lebens.

Auch in einer Kirche finden wir hier die typischen und schön anzusehenden Wandfliesen.

Es geht weiter gen Norden und kommen am Fluss Douro auf die Rotweinroute.

Zu dieser Jahreszeit haben wir oft, wie hier in den Bergen, nahe der Ortschaft Barcos am Douro, den Stellplatz für uns ganz alleine.

Heute Vormittag liegt noch Nebel im Douro-Tal.

Von unserem Stellplatz etwas oberhalb vom Douro fahren wir zurück ins Tal und dann geht es dem Fluss entlang weiter aufwärts.

Das spektakuläre Flusstal im Norden Portugals mit seinen einzigartigen Terrassen-Rebgärten wurde 2001 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Langezeit war der Douro fast ausschließlich als Lieferant einer breiten Palette an Portweinen bekannt. Seit Mitte der 70er Jahre werden aber vermehrt auch rote Weine angebaut, einige davon zählen zu den qualitativ besten Gewächsen, die heute auf der iberischen Halbinsel produziert werden. Jährlich werden in dieser Region auf einer Fläche von 25.000 Hektar etwa 100 Millionen Liter Wein erzeugt.

Der Wein wird hier am Douro auf aufwändig angelegten Terrassen angebaut.

Wir kommen vorbei an namhaften Erzeugern wie Sandeman.

Auch in den Seitentälern, in denen wir auf engen kurvenreichen Straßen wieder nach oben emporfahren, sind die Weinhänge, aber auch Olivenhaine terrassenförmig angelegt.

Die letzte Nacht in Portugal verbringen wir auf einem schönen Platz an einem Restaurant mit guter Küche, nahe der Stadt Chaves, direkt an einem Wehr des Flusses Tâmega. 

Hier dürfen wir einen wundervollen Sonnenuntergang beobachten. Damit verabschiedet sich Portugal von seiner besten Seite von uns.

Morgen geht es nach Spanien und damit eröffnen wir eine neue Seite.

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