Ostanatolien
Zunächst befinden wir uns geographisch jedoch noch in der Schwarzmeerregion. Die neue Seite wurde lediglich aus Kapazitätsgründen aufgemacht.
Von Ordu über Trabzon, Macka, Rize, Ardesen, Hopa, Borcka, Ardahan, Kars, Igdir, Dogubayazit, Caldiran, Muradiye, Van und Gevas bis nach Tatvan.
Ostanatolien ist das „Dach der Türkei“. Geprägt von gewaltigen Gebirgszügen, tiefen Schluchten und den weiten Hochebenen rund um den Ararat, bietet die Region eine beeindruckende, fast unberührte Natur. Es ist ein Ort der Extreme, der Geschichte und der tief verwurzelten Traditionen.
Diese Türkeirundreise wurde im Vorfeld von Abenteuer Touren bestens ausgearbeitet und in einem ausführlichen Roadbook zusammengestellt. Zusätzlich überraschen uns die Reiseleiter täglich mit weiteren landestypischen Veranstaltungen und Informationen.
Für Heute ist ein Bus bestellt, der uns zum Sümela-Kloster und anschließend nach Trabzon bringen wird. Das Sümela-Kloster ist eines der bekanntesten und beeindruckendsten historischen Denkmäler der Türkei. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Es liegt im Bezirk Macka in der Provinz Trabzon, eingebettet in den Altindere-Nationalpark. Es wurde bis zum Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei im Jahr 1923 genutzt, danach aufgegeben. Heute wird das Areal wird als Freilichtmuseum betrieben und steht auf der UNESCO-Tentativliste (Vorschlagsliste).
Die Anlage umfasst mehrere Kapellen, Mönchszellen, eine Bibliothek, ein Aquädukt sowie eine heilige Quelle.
Die Hagia Sophia in Trabzon ist eines der bedeutendsten Denkmäler der byzantinischen Baukunst an der türkischen Schwarzmeerküste. Sie liegt im Westen der Stadt, nahe dem Meeresufer. Nach der osmanischen Eroberung Trabzons (1461) wurde die Kirche im Jahr 1584 in eine Moschee umgewandelt. Ab 1964 diente das Bauwerk als Museum und seit 2013 wird es wieder als aktive Moschee genutzt.
Unsere Tour führt uns weiter Richtung Osten, immer noch weitestgehend an der schönen Schwarzmeerküste entlang bis Hopa, kurz vor Georgien. Dort „biegen wir rechts ab“ und verlassen die Küste. Nun geht es ins Hochland, oftmals in Sichtweite der georgischen, armenischen und iranischen Grenze. Die Militärpräsens ist hier etwas größer und mit Checkpoints vertreten. Diese Straßenkontrollen passieren wir in der Regel jedoch ungehindert. Wir werden einfach durchgewunken.
Die Region um Sürmene (östlich von Trabzon) gehört zum Kernland des türkischen Teeanbaus. Die Kombination aus den steilen Hängen des Pontischen Gebirges, extrem hohen Niederschlagsmengen und dem milden Klima des Schwarzen Meeres bietet ideale Bedingungen für die Teepflanze.
In Ostanatolien, wo wir uns inzwischen aufhalten, befinden sich einige der spektakulärsten historischen Steinbrücken der Welt. Sie stammen überwiegend aus der römischen, seldschukischen oder artukidischen Epoche. Die Mikron-Brücke im Firtina-Tal sehen wir uns an. Sie überspannt den wilden Fluss Firtina Deresi auf dem Weg hinauf zur berühmten Ayder-Hochebene. Es ist eine klassische, steil ansteigende osmanische Steinbogenbrücke aus dem 19. Jahrhundert.
In dieser Region gibt es spektakuläre Festungsanlagen (wie Zilkale), uralte Steinbogenbrücken und geschichtsträchtige Handelsrouten, die einst die Küste mit Ostanatolien verbanden. Zum Teil passieren wir auch die alten Handelswege der Seidenstraße.
Der Çildir-See ist der zweitgrößte See Ostanatoliens und einer der spektakulärsten Hochgebirgsseen der Türkei. Er liegt auf einer Höhe von rund 1.959 m an der Grenze zwischen den Provinzen Ardahan und Kars.
Wir navigieren mit der zunächst gewöhnungsbedürftigen online funktionierenden App „Organic Maps“. Sie ist kostenfrei und läuft ohne Internetverbindung. Von Valery bekommen wir jeweils für den nächsten Tag KMZ-Dateien die „Organic Maps“ automatisch für die Tagesroute in Wegpunkte und Endziele darstellt.
Mit 2.644 m gehört der Tendürek-Pass zu den höchsten befahrbaren Bergpässen der Türkei. Der Pass liegt auf der Fernstraße D975 zwischen Dogubayazit und Caldiran / Muradiye. Er führt direkt an den Ausläufern des Schildvulkans vorbei. Die Landschaft hier ist extrem prägnant und wirkt durch weitläufige, schwarze Basalt- und Erstarrungs-Lavafelder beinahe mondartig und erinnert uns an Island. Unsere Fahrzeuge haben in dieser Höhe einiges zu leisten. Der Leistungsverlust durch die dünnere Luft ist spürbar und liegt nach einer Recherche bei 10 bis 15 %, das merken wir recht deutlich.
Die Ausgrabungsstätte Ani liegt auf einem Hochplateau in der Provinz Kars, direkt an der heutigen Grenze zu Armenien (getrennt durch den Fluss Arpacay). Ani war im 10. und 11. Jahrhundert die wohlhabende Hauptstadt des armenischen Königreichs der Bagratiden. Bekannt als die „Stadt der 1001 Kirchen“, war sie ein Schlüsselknotenpunkt an der Seidenstraße mit einst über 100.000 Einwohnern.
Heute sehen wir uns bei 33°C im Schatten, aber den gibt es nicht, die Ausgrabungsstätte Ani an.
Der biblische Berg Ararat ist mit 5.137 m der höchste Berg der Türkei und ein ikonisches Wahrzeichen im äußersten Osten des Landes, unweit der Grenzen zu Armenien, dem Iran und Aserbaidschan. Nach der biblischen und koranischen Überlieferung gilt der Ararat bekanntlich als der Ort, an dem die Arche Noah nach der Sintflut auf Grund lief. Er besitzt deshalb eine enorme religiöse und geschichtliche Symbolkraft. Der Ararat ist ein ruhender, schneebedeckter Stratovulkan. Seine Spitze ist ganzjährig von einer gletscherbedeckten Eiskappe überzogen.
Beim Ishak Pasha Palace handelt sich nicht nur um eine Festung, sondern um einen Palastkomplex mit Moschee, Harem, Zeremoniensaal, Räumen für Bedienstete, Bäckerei und Kerker. Der Palast thront spektakulär auf einem Felsplateau auf rund 2.000 m Höhe nahe der iranischen Grenze mit fantastischem Blick auf die Ebene von Dogubayazit. Der Komplex wurde im 17. und 18. Jahrhundert erbaut und vereint Stilelemente der osmanischen, seldschukischen, persischen und barocken Baukunst. Das alles und noch viel mehr erzählte uns Levent bei der Führung.
Das bunte Treiben auf den Straßen der Stadt ist wie überall in der Türkei sehenswert, vor allen Dingen wenn sich Gefährte dazwischen mischen, die für uns eher ungewöhnlich sind.
Der Vansee ist das geografische und touristische Herzstück der Region. Mit einer Fläche von rund 3.800 km² ist er etwa siebenmal so groß wie der Bodensee und liegt spektakulär auf einer Höhe von 1.648 m über dem Meeresspiegel, eingerahmt von imposanten Vulkangipfeln. Der See besitzt keinen natürlichen Abfluss. Durch die starke Verdunstung ist das Wasser extrem sodahaltig und salzig.
Die Energieversorgung der Türkei zeichnet sich durch ein starkes Nachfragewachstum aus. Bei der installierten Kapazität stellen erneuerbare Energien mittlerweile einen hohen Anteil der Gesamtleistung dar. So ist die Wasserkraft aktuell mit 16-23 % und Wind- & Solarenergie mit 22 % vertreten.
Wir verlassen Ostanatolien und kommen nach Südostanatolien und eröffnen daher eine neue Seite auf dieser Homepage: