Türkei
Wir überschreiten die Grenze zur Türkei und hoffen auf eine erlebnisreiche Zeit.
Die „Anreise“ und einige Tage in „Griechenland“ lassen wir nun hinter uns und tauchen ein in ein Land, das wie kein zweites die Brücke zwischen Orient und Okzident schlägt. Über die kommenden sechs Wochen werden wir die Türkei gemeinsam in der Gruppe mit unseren 12 Fahrzeugen erkunden. Von den pulsierenden Metropolen bis in die unberührten Weiten Anatoliens wollen wir die Seele dieses eurasischen Juwels entdecken. Begleitet uns auf einer Reise, bei der jeder Kilometer eine neue Geschichte schreiben wird.
Um euch unsere Route anschaulich zu präsentieren, haben wir unsere Reise in die sieben geografischen Regionen der Türkei unterteilt. Da uns unser Weg jedoch dorthin führt, wo es am schönsten ist, folgen wir nicht immer stur den offiziellen Grenzverläufen. Seht die Regioneneinteilung daher eher als Orientierungshilfe für unser großes Abenteuer an.
Hier geht es zur ersten Region auf unserer Türkeitour.
Marmararegion
Von der griechisch/türkischen Grenze Kipi-Ipsala über Kesan, Tekirdag, Istanbul, Gebze und Bolu bis nach Safranbolu.
Die Marmararegion ist eine der sieben geografischen Regionen der Türkei und das wirtschaftliche sowie kulturelle Herz des Landes. Sie bildet eine Brücke zwischen Europa und Asien. Die Marmararegion ist das am dichtesten besiedelte und industriell am stärksten entwickelte Gebiet der Türkei und liegt auf zwei Kontinenten.
Das Mamarameer ist ein wichtiges Binnenmeer in der Türkei, das Europa und Asien voneinander trennt und zwei weltberühmte Wasserstraßen miteinander verbindet – das Schwarze Meer und das Mittelmeer.
Von der Grenze aus geht es auf super ausgebauten Straßen vorbei am türkisblauen Marmarameer immer Richtung Istanbul.
Die 3. Bosporusbrücke – offiziell Yavuz-Sultan-Selim-Brücke aus dem Jahr 2016 – ist eine der spektakulärsten Hängebrücken der Welt. Sie liegt am nördlichen Ende des Bosporus nahe dem Schwarzen Meer und entlastet den Fernverkehr rund um die Metropole Istanbul. Die recht neue Brücke überspannt mit 8 Fahrspuren den Bosporus in einer Gesamtlänge von 2.164 m und Pfeilerhöhen von 322 m.
Heute fährt die 18 bis nach Istanbul, wir auch, aber nicht mit der 18 sondern mit unserem Wohnmobil. Die etwa 350 km von Alexandroupolis bis Istanbul lassen sich auf bestens, meist 3- oder 4-spurig ausgebauten Fernstraßen bzw. Autobahnen, tiefenentspannt fahren.
Istanbul
Istanbul genießt durch die einzigartige Lage direkt am Bosporus - der Meerenge, die Europa und Asien trennt - schon immer eine besondere Faszination. Die einzigartige Mischung aus orientalischer Tradition, byzantinischer Geschichte und modernem Großstadtleben macht die türkische Metropole für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis. Fast ¼ der türkischen Bevölkerung, man spricht von bis zu 20 Mio. Menschen, leben im Großraum Istanbul. Wir sind keine Stadtmenschen, aber diese Weltstadt muss man einfach erlebt haben.
Ausgestattet mit Audioguides machen wir uns per U-Bahn heute auf den Weg nach Istanbul. Levent, unser türkischer Reiseleiter, der uns die gesamte Tour mit einem eigenen Fahrzeug begleiten wird, gibt uns viele kulturelle und geschichtliche Informationen zu der weltweit einzigen Stadt auf zwei Kontinenten.
Der Topkapi-Palast war über vier Jahrhunderte lang der Hauptwohnsitz und Verwaltungssitz der osmanischen Sultane. Die weitläufige Anlage im Stadtteil Fatih besticht durch opulente Architektur, weitläufige Innenhöfe und einen beeindruckenden Blick auf den Bosporus.
In der gesamten Anlage des Topkapi-Palasts könnte man sich einige Tage aufhalten, wir blieben einen ganzen Vormittag und sahen uns natürlich auch den Harem an. Der Harem ist der privateste und geheimnisvollste Bereich des Topkapi-Palasts. Das Wort „Harem“ leitet sich vom arabischen harām ab, was „geschützt“, „verboten“ oder „heiliger Ort“ bedeutet. Meist lebten zwischen 100 und 300 Konkubinen (Nebenfrauen) gleichzeitig im Harem.
Der Harem ist berühmt für seine kunstvollen handgefertigten blau-weißen Iznik-Keramikfliesen.
Die Sultan-Ahmed-Moschee, im Volksmund weltweit als Blaue Moschee bekannt, ist eines der berühmtesten Bauwerke Istanbuls und ein Hauptwerk der osmanischen Architektur. Auch diese Moschee sehen wir uns beim Rundgang durch die Stadt, bei über 30°C an.
Wir tauch ab in die Unterwelt. In Istanbul gibt es mehrere beeindruckende historische Zisternen aus der byzantinischen Zeit, die die Wasserversorgung der Stadt sicherten. Der bekannteste und spektakulärste Wasserspeicher ist die Zisterne der Basilica, auch bekannt als der „Versunkene Palast“.
Süße und auch kitschige Auslagen in den Geschäften der Altstadt von Istanbul.
Am zweiten Tag in Istanbul geht es wieder mit der U-Bahn rein. Natürlich tauchen wir auch heute wieder unter dem Bosporus durch – von Asien nach Europa. Nun kennen wir uns schon aus. Das macht das Ganze etwas einfacher. Das Wetter ist ebenso heiß wie gestern. Auch heute werden wir wieder mit reichlich Informationen und Tipps durch Levent versorgt.
Der Großer Basar (auf Türkisch Kapalı Çarşı, was wörtlich „Überdachter Markt“ bedeutet) ist einer der größten und ältesten überdachten Märkte der Welt. Er bildet das historische Herz des Handels in Istanbul und ist ein zentraler Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Den Markt muss man gesehen haben.
Unsere Bootstour auf dem Bosporus gehört zu den Highlights unseres Istanbul-Besuchs. Sie bot uns einen einmaligen Panoramablick auf Paläste, Festungen, historische Holzvillen und die imposanten Hängebrücken, die Europa und Asien verbinden.
Die Radarkontrollen werden meistens angezeigt, jedoch ist die Beschilderung nicht immer eindeutig und somit ist nicht klar wie schnell wir fahren dürfen. Ebenfalls sind die Streckenabschnittskontrollen (section control) durch EDS (Elektronik Data System) angezeigt.
Heute kommen wir nach Safranbolu wo wir unseren Campingplatz beziehen. Safranbolu ist eine malerische Kleinstadt im Nordwesten der Türkei (Provinz Karabük) und gehört seit 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie gilt als eines der am besten erhaltenen Ensembles osmanischer Architektur weltweit. Bei einem Stadtrundgang erklärt Levent uns die Besonderheiten des Ortes. So zum Beispiel, dass hier in früheren Zeiten ein wichtiger Knotenpunkt der Seidenstraße war und sich der Name der Stadt aus der Safranproduktion ableitet und so viel heißt wie „Stadt des Safrans“ oder „Reich an Safran“.
Gut erhaltene Gebäude in osmanischer Architektur.
Damit endet ein schöner Tag und morgen verlassen wir die Marmararegion und kommen auf unserer Tour Richtung Osten in die nächste Region: