Schwarzmeerregion
Von Safranbolu über Horma, Amasra, Karaman, Cide, Aglikoy, Daday, Kastamonu, Cankiri, Sungurlu, Bogazkal, Corum, Boraboy, Niksar und Kumro bis westlich von Ordu.
Die Schwarzmeerregion, geprägt durch das majestätische Pontische Gebirge und eine fast 1.000 Kilometer lange Küstenlinie, ist die üppigste und abwechslungsreichste Region des Landes. Fernab vom Massentourismus bietet sie eine einzigartige Symbiose aus unberührter Natur, lebendiger Tradition und authentischer Gastfreundschaft.
Nur etwa 2 Stunden von Safranbolu entfernt liegt der Horma-Canyon im über 2.000 m hohen Küre-Gebirge (Provinz Kastamonu). Er gehört zu den spektakulärsten Schluchten der Türkei und ist ein echtes Highlight für Naturliebhaber und Fotofreunde wie wir es sind. Das Markenzeichen der Schlucht ist ein rund 3 Kilometer langer Holzsteg, der direkt an den steilen Felswänden montiert wurde. Wir wandern relativ bequem und gesichert hoch über dem brausenden Fluss durch die Schlucht.
Die Tour durch den Canyon ist etwas anstrengend aber auf jeden Fall lohnenswert.
Arasma, mit seinen zwei Buchten, ist praktisch vom Wasser umgeben.
In diesem Klima wachsen Kaki-Früchte und natürlich auch Weintrauben.
Es war ein echt gelungener Abend. Das Fleisch und der Fisch wurden gesponsort und wir haben Salate beigesteuert. Bei bestem Grillwetter haben wir es uns bis spät in die Dunkelheit direkt am Schwarzen Meer gutgehen lassen.
Voller Stolz zeigt uns der Besitzer des Bauernhofs sein 300 Jahre altes, in 7. Generation geführtes Anwesen.
Diese heutige Route führt uns von der historischen Küstenstadt Amasra entlang der malerischen Schwarzmeerküste nach Cide und steigt von dort über die eindrucksvollen Passstraßen des Küre-Gebirges hinauf auf eine Hochebene in der Nähe von Daday.
In dieser Region sind die Straßen sowohl auf dem Land als auch in der Stadt bestens ausgebaut. So manche deutsche Straße ist da in einem schlechteren Zustand.
Das Gemeindegebiet Sungurlu erstreckt sich über ein hügeliges Plateau im Übergangsbereich von Zentralanatolien zur Schwarzmeerregion, wobei die umliegenden Erhebungen des Bezirks Höhen von bis zu 1.700 m erreichen.
Die Ausgrabungsstätte bei Boğazkale beherbergt die antike Hethiter-Hauptstadt Hattusa. Sie gehört seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten des Nahen Ostens. Hauptstadt eines Großreichs: Vom 17. bis zum 12. Jahrhundert v. Chr. war Hattuşa Örenyeri das politische und religiöse Zentrum des Hethiter-Reiches, das neben Ägypten zu den führenden Großmächten der Späten Bronzezeit gehörte.
Das Gelände der Ausgrabungsstätte ist riesig (180 ha) und besteht aus Ober- und Unterstadt. Man kann die weitläufige Anlage entweder zu Fuß oder entlang der vorgesehenen Ringstraße mit dem Auto oder auch Wohnmobil befahren und an den Hauptstationen aussteigen. Wir nutzen mit unserer Gruppde dafür ganz praktische den Trecker.
Mit 140 Läden auf einer Verkaufsfläche von 50.000 m² ist der AHL Park in Corum schon eine echt große Mall. So ein modernes Centrum hätten wir hier in der Türkei nicht erwartet.
Der Automat spuckt etliche 200 Lira-Scheine aus. Das ist die größte Banknote in der Türkei und entspricht umgerechnet aber nur etwa 3,55 Euro. Auf der Vorderseite (oben) ist Mustafa Kemal Atatürk, der Gründer und erste Präsident der Republik Türkei und auf der Rückseite (unten) Yunus Emre, ein bedeutender türkischer Dichter und Sufi-Mystiker des 13./14. Jahrhunderts abgebildet.
Der Straßenverkehr in der Türkei unterscheidet sich deutlich von deutschen Verhältnissen. Manchmal fragen wir uns in welcher Lotterie sie ihren Führerschein gewonnen haben. Es geht oft sehr wuselig zu. Einfach mal eine zusätzliche Spur aufmachen, oder in 2. Reihe Parken ist noch das Geringste. Dass uns auf 4-spurigen Schnellstraßen Trecker auf dem Standstreifen entgegenkommen ist auch an der Tagesordnung. Doch gestern kam uns ein echter Geisterfahrer auf der Überholspur entgegen. Zum Glück fuhren wir auf der rechten Spur.
Wir haben Amasya auf unserer Reise durch Anatolien besucht und waren von dieser Stadt am Yesilirmak-Fluss sofort begeistert. Umrahmt von steilen Felswänden verbindet Amasya eine Jahrtausende alte Geschichte mit einer unvergleichlichen Kulisse. Auch gute Lokale sind dort zu finden, in der herzliche Gastfreundschaft großgeschrieben wird.
Unser Tagesziel ist heute der Stellplatz im Boraboy Nature Park. Er liegt im Hinterland von Amasya und gilt als einer der schönsten Naturorte der gesamten Region. Ein schöner See liegt tief in einem dichten Mischwald aus Buchen, Kiefern und Eichen eingebettet und wird wegen seiner Idylle oft als ein „verstecktes Paradies“ Nordanatoliens bezeichnet.
Die Türkei ist der unangefochtene Weltmarktführer im Anbau und Export von Haselnüssen. Der Anbau hat sowohl wirtschaftlich als auch kulturell eine herausragende Bedeutung für das Land und stellt rund 65 bis 70 % der weltweiten Haselnussproduktion. Die Schwarzmeerregion bietet durch ihr feuchtes, mildes Klima und die steilen Hanglagen ideale Bedingungen.
Das Schwarze Meer und die Ostsee bedecken auf der Karte eine erstaunlich ähnliche Fläche, unterscheiden sich jedoch geologisch und ökologisch grundlegend. Das Schwarze Meer ist mit einer mittleren Tiefe von etwa 1.250 m im Vergleich zur Ostsee mit ca. 55 m wesentlich tiefer und hat daher bei fast gleicher Größe 25-mal mehr Wasser.
Ein kleiner Leuchtturm und weitläufige Wiesen prägen die Spitze des Jason Kaps, von der wir einen Panoramablick über das Schwarze Meer genießen. Der Ort ist eng mit der Sage der Argonauten verknüpft. Dem Mythos nach machte Jason hier mit seinen Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies fest.
Von unserem letzten Stellplatz, westlich von Ordu, fahren wir nun gut 100 km weiter östlich, immer in Sichtweite der Schwarzmeerküste. Es ist eine echt schöne Panoramastraße. Unterwegs legen wir in Ordu einen Halt ein. Doch dazu mehr auf der nächsten Seite.
Aus Kapazitätsgründen eröffnen wir bereits hier eine neue Seite, auch wenn wir Ostanatolien noch nicht ganz erreicht haben.