Mittelmeerregion

Von Manavgat über Antaya und Kemer, Kumluca, Kas und Kalkan bis nach Ölüdeniz.

Mittelmeerregion

Die Mittelmeerregion ist der Inbegriff eines mediterranen Paradieses, touristisch sehr erschlossen. Eingebettet zwischen dem glitzernden azurblauen Meer und dem mächtigen Taurusgebirge, bietet diese Region eine perfekte Mischung aus kilometerlangen Stränden, antiken Ruinen und lebendigen Küstenorten.

In Manavgat stehen wir zwei Tage unter großen Bäumen auf dem Platz. Einfach nur ausruhen ist auch nicht schlecht. Aber ein kleiner Spaziergang zum Strand muss schon mal sein, auch wenn das Wetter nicht gerade dazu einlädt.

Am Strand blühen weiße Dünen-Trichterlilien. Sie sind typischerweise auf sandigen Küsten und Dünen entlang des Mittelmeers sowie an den Küsten des Atlantiks und des Schwarzen Meeres zu finden. Und im Park blüht der Chinesische Hibiskus.

Unsere Anlage hat sogar einen Pool. Doch bei dem regnerischen Wetter haben wir keine Lust ihn zu nutzen.

Da Katzen vor Jahrhunderten die Mäuse und Ratten fingen und somit den Seuchen vorbeugten, sind freilaufende Katzen in der Türkei gerne gesehen und werden überall gefüttert.   

Hier in Manavgat haben wir erstmals wieder Fernsehempfang über Astra1 und können die Tagesschau sehen. Wegen des Zeitunterschieds von einer Stunde, sehen wir die Nachrichten um 21:00 Uhr. 

Die Aspendosbrücke aus dem 13. Jahrhundert überspannt den Fluss Köprücay unweit des berühmten antiken Theaters von Aspendos.

Ebenfalls ganz in der Nähe von Aspendos ist ein imposantes Aquädukt zu sehen. Es wurde im 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. zur Blütezeit des Römischen Reiches errichtet und transportierte Quellwasser aus rund 15–20 km entfernten Bergen direkt in die Stadt Aspendos.

Unsere Fahrt geht weiter und führt uns durch Plantagen von Granatäpfeln und Zitrusfrüchten. Übrigens kann man hier frisch gepressten Granatapfelsaft bekommen. Er gilt dank seines außergewöhnlich hohen Gehalts an Antioxidationen als eines der nährstoffreichsten Fruchtsäfte.

Nur etwa 15 km östlich von Antalya liegt die antike Ruinenstadt Perge. Sie zählt zu den eindrucksvollsten und am besten erhaltenen archäologischen Stätten der türkischen Riviera. Das antike Stadion ist eines der am besten erhaltenen Stadien der Antike weltweit. Es bot einst rund 12.000 Zuschauern Platz für Wagenrennen und Wettkämpfe. Diese beeindruckende Anlage ist ein Muss, wenn man in der Region ist.

Ihre Blütezeit erlebte die Metropole im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. unter römischer Herrschaft. Riesige Bauten, die vom einstigen Luxus und Reichtum der Stadt zeugten beeindrucken uns auch heute noch.

Westlich von Antalya beziehen wir unseren nächsten Stellplatz.

Von dort aus fahren wir mit einigen Taxen in die Stadt, die inzwischen 1,3 Mio. Einwohner hat.

Viele von euch waren sicherlich schon in Antalya, aber sicherlich Wenige mit dem Wohnmobil. Wir sind keine Stadtmenschen, doch Antalya muss man schon gesehen haben. Zwischen dem blauen Mittelmeer und den majestätischen Gipfeln des Taurusgebirges gelegen, ist Antalya weit mehr als nur ein Urlaubsziel: Es ist das pulsierende Herz der Südtürkei, wo antike Geschichte auf mediterranes Lebensgefühl trifft.

Verwinkelte Gassen, liebevoll restaurierte Reederhäuser aus der Ostanatolien- und Osmanenzeit sowie gemütliche Cafés prägen das Altstadtviertel.

Hübsch dekorierte Obststände sind ein Blickfang.

Das imposante, dreibogige Hadrianstor aus dem Jahr 130 n. Chr. bildet den prachtvollen Eingang zur Altstadt. Es ist permanent von Touristen umlagert.

Bei einbrechender Dunkelheit treffen wir uns am Republikplatz, im Zentrum von Antalya und fahren mit den Taxen in rasanter Fahrt wieder zurück zum Stellplatz.

Heute, bei weiterhin regnerischem Wetter, verlassen wir Antalya mit einem Blick auf das regenverhangene Taurusgebirges. Übrigens bleibt eine schöne Landschaft auch bei Regen schön.

Unsere Tagesetappe beträgt heute nicht einmal 100 km. Doch unterwegs bekommen wir über unsere WhatsApp-Gruppe die Info, dass der beabsichtigte Platz wegen der Nässe nicht angefahren werden kann. Schnell wir ein alternativer Platz gefunden und angeboten. Dort trifft sich unsere Gruppe dann.

Auch dieser Platz ist landschaftlich echt schön. Doch die Wolken ziehen immer noch über das Taurusgebirge.

Das Wetter bessert sich und so kann das geplante gemeinsame Essen stattfinden. Es gibt vorab selbst zubereitete Börek und anschließend Lachs.

Börek ist ein traditionelles Teiggericht der türkischen Küche, das im gesamten ehemaligen Osmanischen Reich, insbesondere auf dem Balkan, im Nahen Osten und im Ostmittelmeerraum, weit verbreitet ist. Börek wird aus hauchdünnem Teig hergestellt, meist aus speziellem Yufka-Teig oder Filoteig. Die einzelnen Teigschichten werden oft mit Butter, Öl oder einer Ei-Milch-Mischung bestrichen, was beim Backen für eine knusprige Textur sorgt. Unsre Börek füllten wir mit einer Art Fetakäse und mit frischer Petersilie.

Valery bereitet für jeden von uns eine große Portion Lachs mit Gemüse vor, gegart in Alufolie auf dem Grill. Das war echt gut - danke Valery. 

Das Wetter bessert sich und so werden wir heute den bereits gestern geplanten Platz anfahren - in der Hoffnung, dass er ausreichend abgetrocknet ist. Egal wie - wir machen ja eine Abendeuer-Tour.

Zu unserem nächsten Stellplatz, der nur ca. 40 km entfernt ist, starten wir bei super tollem Reisewetter in die Berge des Taurusgebirges. Wir nehmen eine Strecke von 120 km in Kauf und werden von der schönen Landschaft dafür entschädigt.  

Auf einer sehr kurvenreichen Strecke arbeiten wir uns bis auf 1.260 m hoch und genießen den Blick auf den westlichen Taurus mit seinen Gipfeln bis 3.000 m Höhe. 

Bisher sind wir vor Waldbränden verschont geblieben. Doch hier oben im Taurusgebirge hat es vor nicht allzu langer Zeit mächtig gebrannt.

Wegen unseres großen „Umwegs“ erreichen wir als letzter in der Gruppe den neuen Stellplatz. Wir stehen direkt neben einer Granatapfelanpflanzung. Wir könnten vom Wohnmobil aus, diese gesunden Früchte pflücken.

Am Nachmittag fährt ein fliegender Händler mit Gemüse den Platz an. Die Auswahl ist überschaubar: es gibt Tomaten und Gurken. Am Morgen wird frisches Brot aus dem Fahrzeug heraus verkauft.

Ein morgendlicher Blick aufs Mittelmeer.

Die Architektur der Haci Ramazan Altun Merkez Cami-Moschee in Kumluc orientiert sich an klassischen osmanischen Großmoscheen mit einer großen Hauptkuppel, mehreren Nebenkuppeln sowie schlanken Minaretten.

Von Demre aus starten wir bei schönstem Wetter eine mehrstündige Bootstour.

Es geht vorbei an schicken Segelschiffen …

… zur versunkenen Stadt Dolichiste.

Ein verheerendes Erdbeben im 2. Jahrhundert führte dazu, dass große Teile der Küstensiedlung und des Hafens der damaligen Stadt Dolichiste unter dem Meeresspiegel versanken. Heute können wir bei langsamer Fahrt unseres Bootes durch das glasklare Wasser Treppenaufgänge, Häuserfundamente, Hafenanlagen, Säulen und antike Keramik im flachen Wasser erkennen.

Ein Badestopp in einer abgelegenen Bucht und Plantschen im glasklaren Wasser des Mittelmeers ist schon etwas Besonderes.

In dieser Höhle soll es Robben geben, doch gesehen haben wir leider keine. 

Nun steuern wir wieder den Hafen von Demre an.

Als ob die Schildkröte im Hafenbecken auf uns gewartet hätte. 

Auf unserer weiteren Fahrt gen Westen kommen wir an unzähligen Gewächshäusern vorbei.

Die Ebene von Demre gehört zu den wichtigsten Gemüseanbaugebieten der Türkei. Die hier geernteten Produkte versorgen nicht nur den türkischen Binnenmarkt, sondern werden großflächig nach Europa und in die Nachbarstaaten exportiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktion von Frühgemüse. Allen voran stehen Tomaten, gefolgt von Paprika, Auberginen und Gurken.

Das ist Autofahren auf Türkisch. Als Linksabbieger stehe ich vor einer roten Ampel, hinter mir mindestens acht weitere Fahrzeuge. Dann kommt von rechts ein PKW, der sich vor uns hinter der roten Ampel nach links in den Kreuzungsbereich hineinzwängt. So wird hier gefahren, wundern muss man sich über Nichts.  

Nun verlassen wir die Mittelmeerregion und erreichen die Ägäisregion. Somit eröffnen wir hier eine neue Seite auf unserer Homepage.

Hier geht es zur nächsten Region auf unserer Türkeitour:

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© Uwe und Anita on Tour