Südostanatolien
Von Tatvan über Baykan, Maabadi, Badman, Hasankeyf, Midayat, Yayvantepe ### und bis nach ###.
Südostanatolien ist eine Region voller Kontraste und tiefer historischer Bedeutung. Als Heimat des "Fruchtbaren Halbmonds" gilt sie als einer der Ursprungsorte der menschlichen Zivilisation. Geprägt von den Strömen des Euphrat und Tigris, bietet die Region eine einzigartige Mischung aus antiken Stätten, beeindruckender Architektur und einer unvergleichlichen kulinarischen Kultur.
Der Nemrut-Krater am Westufer des Vansees ist eine der faszinierendsten Naturlandschaften Ostanatoliens, die wir uns natürlich ansehen. Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 7 bis 8 km und ist von Kraterrändern umgeben, die bis zu 2.900 m hoch aufragen. Da kraxeln wir uns mit dem Fahrzeug hoch. Dann geht es wieder runter. Dort erwartet uns ein sichelförmiger, kristallklarer Süßwassersee im westlichen Teil der Kaldera. Er liegt auf rund 2.247 m Höhe.
Die Salzgewinnung in Ost- und Südostanatolien besitzt eine Jahrtausende alte Tradition, die bis in die Zeit des Königreichs Urartu (ca. 8. Jahrhundert v. Chr.) zurückreicht. Aufgrund der spezifischen Geologie der Region - geprägt von ausgetrockneten Urzeitmeeren, tektonischen Verwerfungen und vulkanischer Aktivität - basiert die Salzförderung im östlichen Hochland.
Am Straßenrand wir Salz zum Kauf angeboten und in großen Mengen auf Kleinlaster verladen.
Auch der Tabakanbau in Ostanatolien sowie in den angrenzenden Übergangsregionen Südostanatoliens besitzt eine lange, tief verwurzelte Tradition. Der regionale Tabak unterscheidet sich in Anbau, Verarbeitung und Nutzung deutlich von der industriellen Massenware der westlichen Konzerne. Die extremen Temperaturunterschiede zwischen heißen Sommertagen und kühlen Nächten sowie die mineralreichen Böden im Hochland erzeugen kleinblättrige, feinaromatische Tabaksorten.
Der Ilisu-Damm ist das zweitgrößte Staudammbauwerk der Türkei und Teil des gigantischen Südostanatolien-Projekts (GAP). Es dient der Wasserkraftgewinnung (1.200 Megawatt Leistung zur Stromerzeugung) und Regulierung des Tigris-Flusses. Die Flutung des Stausees begann im Sommer 2019. Bis Mitte 2020 erreichte der Wasserspiegel das Niveau, das die historische Altstadt von Hasankeyf und Dutzende umliegende Dörfer im Tigristal vollständig überflutete.
Zum zweiten Frühstück gibt es Torte in geselliger Runde. Wir haben Zeit, denn unsere heutige Tagesetappe beträgt nicht einmal 100 km. So können wir auch mal durchatmen, doch bei weiterhin hohen Temperaturen Jenseits der gut 30°C ist selbst das schwer.
Aktueller Standort am 21.09.2026